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beweist Wachsthum der Menschenliebe, dieser so schönen Tugend, die der größte Lehrer der Gottesliebe gleichmacht. Nur Schade, daß sehr viele von denen Anstalten, welche bis jetzt realisirt worden sind, entweder ganz zu Grunde gingen, oder, doch in wenig Jahren das nicht mehr zu leisten im Stande waren, was sie anfangs versprachen.

 2) Man kann also bey Fertigung eines Plans nicht vorsichtig genug zu Werke gehen; auch bey der größten Vorsicht werden sich in der Folge Mängel zeigen, die dem Verfasser anfangs entschlüpft sind. Die Ursache ist, weil solche Institute bloß auf Wahrscheinlichkeiten und Zufällen beruhen, welche Revolutionen der Zeiten sehr verändern.

 3) Ich wage es diesem Plan einige Zweifel entgegen zu stellen, welche ihm, nach meiner wenigen Einsicht, keine lange Dauer zu versprechen scheinen, wenn er zu Stande kommen sollte.

 4) An alle dem, was von S. 131 bis 134 steht, habe ich nichts auszusetzen; finde es auch sehr gut, daß der einsichtsvolle Herr Verfasser seiner Gesellschaft genau vorgezeichnete Gränzen setzt. Denn eben das