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nun ists gewiß – ja, nun ists gewiß, daß er mirs gestohlen hat.

Rösgen (bey Seite.) Wenn’s wahr wäre? Der Balbier ist so was im Stande – Ich gäbe was drum, wenn Gürge unschuldig wäre.

Gürge. Aber überlege einmal, liebe Röse, überlege nur einmal: wir sind nun schon zwey Jahre mit einander bekannt, und hast Du mich in der ganzen Zeit ein einziges mal auf einem verschmizten Streiche ertappt? – Höre, liebe Röse, vergieb mirs, daß ich mich habe bestehlen lassen: ich wills nicht wieder thun: habe Barmherzigkeit, liebe Röse.

Rösgen. Aber wie kommst Du denn wieder zu dem Briefe? Wer hat Dir ihn denn gegeben?

Gürge. Das Lotto.

Rösgen. Das Lotto? – Ich glaube, Du weißt nicht mehr was Du redst. – Schnapps hatte ja den Augenblick den Brief: hat er Dir ihn denn wieder gegeben?

Gürge. Ich hab’ ihn Schnappsen abgekauft,

Empfohlene Zitierweise:
Anton-Wall (= Christian Leberecht Heyne): Die beiden Billets. Ein Lustspiel in einem Akt. Dyk, Leipzig 1790, Seite 36. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_beiden_Billets_(1790).pdf/36&oldid=- (Version vom 18.3.2020)