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ich komme gar nicht mehr um mit Dir zu schwazen: Denn Du willsts einmal nicht haben: sondern ich komme nur um Dir deinen Brief wieder zu bringen.

Rösgen. Meinen Brief? Und den hast Du? – Du lieber Himmel, der verwünschte Brief zieht doch in der ganzen Welt herum. – Warte unten, ich will Dir ihn abnehmen. (Macht das Fenster zu.)

Gürge (allein.) Nun schöpf’ ich wieder ein bisgen Athen. Ich hab’ ein gutes Gewißen, ich bin ihr gut, ich bin ihr beständig gut gewesen: sie ist mir gut gewesen: es müßte doch, verzeih mir meine Sünde, mit dem Bösen zugehn, wenn sie nicht Rede annehmen wollte.

Rösgen (kommt aus dem Hause.) Aber das sag’ ich gleich, von dem Vergangnen mag ich nichts hören und nichts wißen. Nur das möcht’ ich erfahren, wie es zugeht, daß Du meinen Brief wieder hast.

Gürge (giebt ihr das Billet.) Da, Röse! hier ist er: nimm ihn wieder. Er ist zwar mein, ich hatte meine ganze Hoffnung drein gesezt, mein

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Anton-Wall (= Christian Leberecht Heyne): Die beiden Billets. Ein Lustspiel in einem Akt. Dyk, Leipzig 1790, Seite 34. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_beiden_Billets_(1790).pdf/34&oldid=- (Version vom 18.3.2020)