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gebe nur, daß ich so geschwind ausgezahlt werde als Er. – Aber wahrhaftig, ich traue den kleinen Schelm da gar nicht: ich denke immer, er läuft mir noch einmal davon. Weiß Er was, Mosge Schnapps, geh’ Er nur fort, damit ich mit Rösen allein reden kann.

Schnapps. Ey freilich, freilich. Das ist nicht mehr als billig. Adjeh, lieber Gürge, adjeh: (umarmt ihn) es freut mich recht, daß ich Euch einen solchen Liebesdienst erzeugt habe. Seht Ihr, so bin ich nun: ich habe so ein weiches Herz, daß ich alles aus dem Leben gebe, sobald ich jemand weinen sehe.

Gürge. Er ist ein braver Mann, Mosge Schnapps, wenn ich Ihm wieder dienen kann, so komm’ Er zu mir. Aber izt geh’ Er, damit ich Rösen rufen kann. Adjeh! – Ein Kompliment unbekannter Weise an Ihre Hochwürden.

Schnapps. Wills ausrichten, wills ausrichten. (Bey Seite.) Wir wollen doch einen Augenblick an der Ecke da lauern, und zusehn, wie Herr Gürge anlaufen wird.

Empfohlene Zitierweise:
Anton-Wall (= Christian Leberecht Heyne): Die beiden Billets. Ein Lustspiel in einem Akt. Dyk, Leipzig 1790, Seite 31. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_beiden_Billets_(1790).pdf/31&oldid=- (Version vom 18.3.2020)