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– Da, liebe Röse, da! (Giebt ihr ein Billet.)

Rösgen. Was wäre denn das? (Wirft es ihm vor die Füße.) Das ist ja ein Lotterieloos.

Gürge. Ach, der Geyer! ja, daran hab’ ich nicht wieder gedacht. – Du weißt gar noch nicht – das Glück hat mich heute ordentlich zum Narren gemacht – ich habe im Lotto – Aber der Geyer und seine Großmutter! wo hab’ ich denn das andre Billet hingetrudelt? – Es ist mir doch tausendmal lieber gewesen, als das da – Ich werd’ es doch nicht etwa verloren haben.

Schnapps. Das wäre ewig Schade um so ein Liebesbillet. – Ich habe das meinige beßer verwahrt. – Hier, schönstes Rösgen, sieh, ob das deine Hand ist.

Rösgen (liest.) „Lieber Freund, diesen Augenblick“ – – –

Gürge. Ah, das ist mein Billet, das ist mein Billet: das geht nicht von rechten Dingen zu – das muß mir einer gestohlen haben.

Rösgen. Gestohlen haben? Du willst mich also noch bis auf den lezten Augenblick belügen?

Empfohlene Zitierweise:
Anton-Wall (= Christian Leberecht Heyne): Die beiden Billets. Ein Lustspiel in einem Akt. Dyk, Leipzig 1790, Seite 25. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_beiden_Billets_(1790).pdf/25&oldid=- (Version vom 18.3.2020)