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Gürge (heimlich lachend.) Ja, ja, so wars gemeint. (Bey Seite.) O du alberner Schöppschristel!

Schnapps. Nun, schönes Rösgen, Sie hat gehört, was wir miteinander ausgemacht haben. Sey Sie so barmherzig, und spreche sie unser Urtheil. Martre uns nicht länger, süßer Zuckerengel.

Gürge. Ja, ja, Röse, thu mirs zu Gefallen, und sags rein heraus. (Bey Seite.) Der Kerl ist so dumm, daß er mich bald dauert.

Rösgen (bey Seite.) Ich möchte bersten vor Bosheit.

Schnapps. Nun, scharmantes Rösgen, wer ists unter uns Beiden?

Rösgen (mit halberstickter Stimme.) Meinetwegen! – Wer ein Billet von mir aufzuweisen hat, der ists.

Gürge. Nun das war klar und deutlich. (Sieht Schnappsen zu, der in der Tasche sucht.) Ja suche Du, suche, suche du ewig und drey Tage: Du wirsts bald finden. (Schlägt an seine Tasche.) Hier sizen die Musikanten, hier! – Nun, Mosge Schnapps, Sein Diener, wünsche wohl zu leben: gut Wetter zur Reise und gesunde Feyertage!

Empfohlene Zitierweise:
Anton-Wall (= Christian Leberecht Heyne): Die beiden Billets. Ein Lustspiel in einem Akt.. Dyk, Leipzig 1790, Seite 24. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_beiden_Billets_(1790).pdf/24&oldid=- (Version vom 17.3.2020)