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Liebhaber bleiben. – Was sagt Sie dazu, mein Engelgen?

Rösgen. Nein, das vergeb’ ich dem Buben in meinem Leben nicht, und wenn er mir zu Füssen fiele.

Schnapps. Nun, schönes Rösgen, krieg’ ich keine Antwort? – Wenn wir beide in der Geschwindigkeit verlobt würden, so könnt’ ich hernach aussprengen, meine Braut hätte Gürgen mit dem Briefe nur zum besten gehabt – oder, der Brief wäre gar an mich geschrieben und falsch bestellt worden. Das wäre der einzige Weg die Schande zu verhindern.

Rösgen. Ach, ich weiß nicht, wo mir der Kopf steht. In zwey Stunden kommt mein Vater nach Hause: komm’ Er dann zu uns, Mosge Schnapps. – O, der entsezliche Ehrenschänder!

Schnapps. Ich will ihn schon noch züchtigen, wenn du mein bist, ich will ihn schon – Tausend sapperlot, da kommt er. – Thu, als wenn du nichts wüßtest, mein Herzgen; Hörst du? – Da können wir ihn recht ausholen.

Empfohlene Zitierweise:
Anton-Wall (= Christian Leberecht Heyne): Die beiden Billets. Ein Lustspiel in einem Akt. Dyk, Leipzig 1790, Seite 20. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_beiden_Billets_(1790).pdf/20&oldid=- (Version vom 18.3.2020)