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A propos, Sie kennt doch Richters Reginen?

Rösgen. Nun?

Schnapps. Das ist bekannt, daß Gürge und Regine schon lange mit einander eins sind. Aber nun denke Sie einmal: heute kommt Gürge in vollen Lachen zu Reginen gelaufen, zeigt ihr das Briefchen hier, und spricht – aber Sie muß mirs nicht übel nehmen – die großthuige Röse hätte das Briefchen geschrieben, und sie würfe sich ihm ordentlich nach. – Da, seh Sie einmal, es steht auch von mir was drinne.

Rösgen. Ach, du abscheulicher Bube; ach, du Ungeheuer!

Schnapps. Ja, so ein Kerl verdient nicht, daß man ihn zu Pulver brennt, und hernach des Landes verweißt.

Rösgen. Ach, du niederträchtiger Abschaum!

Schnapps. Höre Sie, wie es war. Vorhin hör’ ich auf dem Dorfe ein ganz rasendes Gelächter, und weil es gar nicht aufhören will, so geh’ ich hin. Zuerst seh’ ich Richters Reginen mit Schwarzens Anneliesen, und mit Langens Maredoren

Empfohlene Zitierweise:
Anton-Wall (= Christian Leberecht Heyne): Die beiden Billets. Ein Lustspiel in einem Akt. Dyk, Leipzig 1790, Seite 18. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_beiden_Billets_(1790).pdf/18&oldid=- (Version vom 18.3.2020)