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Rösgen. Die Schenke liegt drausen an der Straße.

Schnapps. Kleiner, süßer Schelm! – Meine Herzstärkung steht schon vor mir. – Meiner Treun, wenn ich so ein allerliebstes Mädchen sehe, das solche schöne schwarzbraune Augen, soviel Verstand, so ein scharmantes Wesen, solche niedliche Füßgen, und solche schnurrige Einfälle hat, da – da weiß ich gleich, wo ich meine zukünftige Jungefrau suchen soll. – Glaube Sie mir, mein Engel, ich bin so ein aufrichtiger Anbeter von Ihr – – –

Rösgen. Geh’ Er auf den Abend in die Stadt, Mosge Schnapps, und tret’ Er bey den Bürgermädchen vor die Thür. Da kommen solche Anbeter beßer an.

Schnapps. Gestehs nur, mein Zuckerpüppgen, Du mußt mir doch im Herzen gut seyn.

Rösgen. Mosge, mach’ Er sich nicht so gemein. Wir sind nicht mit einander auf Du und Du.

Schnapps. Aber ein gewißer Gürge und ein gewißes Rösgen sind Du und Du?

Rösgen. Das geht niemanden was an. Und

Empfohlene Zitierweise:
Anton-Wall (= Christian Leberecht Heyne): Die beiden Billets. Ein Lustspiel in einem Akt. Dyk, Leipzig 1790, Seite 16. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_beiden_Billets_(1790).pdf/16&oldid=- (Version vom 18.3.2020)