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Wisch ist von Rösen. – Ja, wenn das Wetterweibsen nur schreiben kann, und halbwege ein Jahr in der Stadt gewesen ist – so ist kein ehrlicher Mann mit seiner Stirne sicher – Eine Terne und ein reich Mädel an Einem Tage! – Nein, Mosge Gürge, das geht, hol mich der Henker nicht an. In einem wohlpolizirten Staate darf das Geld nicht auf Einen Klumpen kommen. Als ein guter Bürger muß ich mich ins Mittel schlagen. – Still, du verdammter Wisch sollst mir doch zu was helfen. – (Klopft an Rösgens Hausthür.) Rösgen! Rösgen!


Vierter Auftritt.
Schnapps, Rösgen.

Rösgen (inwendig.) Gleich! was ists denn? (da sie heraus kommt, ärgerlich.) Ach, ist Er’s, Mosge Schnapps?

Schnapps. Zu dienen, allerschönstes Rösgen: und ich komme nur mir das Herz auf einen Augenblick zu stärken.

Empfohlene Zitierweise:
Anton-Wall (= Christian Leberecht Heyne): Die beiden Billets. Ein Lustspiel in einem Akt. Dyk, Leipzig 1790, Seite 15. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_beiden_Billets_(1790).pdf/15&oldid=- (Version vom 18.3.2020)