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Schnapps. Nun ich wills Euch sagen. (Sucht Gürgen das Billet zu stehlen: dieser aber stört ihn immer durch seine Bewegungen.) Seht Ihr – wo die lange Straße ist, das wißt Ihr wohl?

Gürge. Ja, die lange Straße weiß ich.

Schnapps. Nu, da wird das Geld ausgezahlt.

Gürge. Gut, gut, ich gehe in die lange Straße, zeige mein Billet, und kriege mein Geld.

Schnapps. Ja. – Aber Ihr müßt mich nur recht verstehn: seht Ihr – eh’ Ihr in die Straße kommt – so rechter Hand – da ist ein großer Thorweg – Seht Ihr – zum Exempel hier wäre die lange Straße – so ist hier ein bißgen Rechts ein großer Thorweg, mit Gänsekothfarbe angestrichen, nach der allerneusten Mode –

Gürge. Gut, gut, ein Thorweg mit Gänsekothe.

Schnapps. Ja, er fällt Euch gleich in die Augen. – Da geht Ihr hinein, hinter in den Hof, und alsdenn linker Hand eine Treppe hinauf – oben rechter Hand ist eine graumarmorirte Saalthüre, und eine Klingel mit einem Rehfüßgen

Empfohlene Zitierweise:
Anton-Wall (= Christian Leberecht Heyne): Die beiden Billets. Ein Lustspiel in einem Akt.. Dyk, Leipzig 1790, Seite 12. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_beiden_Billets_(1790).pdf/12&oldid=- (Version vom 18.3.2020)