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besichtigt und wieder fortgepackt waren. Goretzki, der von Juwelen etwas verstand, schätzte den Gesamtwert dieser Seeräuber-Beute auf mindestens eineinhalb Millionen Mark. Als er nun Heinrich zu diesem plötzlichen Reichtum herzlich beglückwünschte, erklärte der brave Junge sofort, daß er den Schatz niemals für sich allein behalten, sondern mit Lottchen und dem „Schutzgeiste der Zauberinsel“ teilen werde, nachdem dem Wunsche Bastellos gemäß die Kirche in Santillo eine entsprechende Zuwendung erhalten hätte. Und hiervon ließ er sich weder jetzt noch später abbringen.

In den nächsten Tagen wurde dann eifrig an der Instandsetzung der Jacht weitergearbeitet. Nach Verlauf einer Woche lag diese endlich segelfertig in der kleinen Bucht. Der Abschied von dem Eiland wurde den drei Menschen, die das Schicksal hier zusammengeführt hatte, doch recht schwer. An einem klaren, sonnigen Morgen suchten sie zum letzten Mal all die Stätten auf, die für sie während ihres Robinsonlebens eine besondere Rolle gespielt hatten. Dann stachen sie bei einer frischen Brise gegen neun Uhr vormittags in See. Die Überfahrt nach Pernambuco verlief ohne jeden Zwischenfall. Als sie kurz vor Einbruch der Dunkelheit in dem Außenhafen dieser wichtigen

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W. Belka: Die Zauberinsel. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1916, Seite 62. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Zauberinsel.pdf/63&oldid=- (Version vom 31.7.2018)