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800 000 Mark. Abends nach Geschäftsschluß stahl ich diese Summe, und vier Stunden später verließ ich dann heimlich mit der Jacht Pernambuco und steuerte der Urossa-Gruppe zu. Genau um elf Uhr dreißig Minuten vormittags landete ich hier am nächsten Tage. Meine erste Arbeit war, die Jacht sorgfältig zu verbergen. Alles war schon vorher genau überlegt. Einige hundert Meter südlich von meiner Behausung zieht sich eine kleine Bucht mit flachen Ufern ins Land. Dort habe ich mein Schifflein mit Hilfe eines Flaschenzuges und mehrerer Holzrollen auf das Trockene gebracht und es, nachdem ich alles Bewegliche daraus entfernt hatte, mit geölter Leinwand zugedeckt und Steine, Sand und Felsstücke darüber geschichtet. Niemand kann vermuten, daß unter diesem Hügel die Jacht ein vorläufiges Grab gefunden hat. – Dann begann ich mir diese Hütte zu bauen, die kaum entdeckt werden kann, da die Terrasse hier für jeden Unkundigen völlig unersteigbar ist und ich auch so klug war, meinem Hause künstlich das Aussehen eines Felsblockes zu geben. – Doch ich will mich nicht mit Einzelheiten über mein Leben auf dieser Insel aufhalten. Erwähnenswert ist vielleicht, daß ich es war, der dieses Eiland mit Kaninchen und Ziegen bevölkerte. Damit erstere sich nicht zu schnell vermehrten, stellte ich ihnen

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W. Belka: Die Zauberinsel. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1916, Seite 50. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Zauberinsel.pdf/51&oldid=- (Version vom 31.7.2018)