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ergründen. Alles Kopfzerbrechen war jedoch umsonst.

Dann, als das kleine Mädelchen durch die lustigen Papageien wieder heiter und froh geworden war, entwarf er einen vollständigen Plan, wie er den Unbekannten überlisten könne. Eines Vormittags legte er auf den bewußten Stein an der Ecke des Haferfeldes, welches inzwischen jedoch wie durch Zauberhand abgeerntet war, einen Zettel nieder und bat um neues Papier, da er seinen Vorrat durch die Führung eines Tagebuches aufgebraucht habe. Am Abend desselben Tages wieder teilte er seiner Freundin mit, daß er in dieser Nacht versuchen wolle, ihr einen ausgewachsenen Papagei zu fangen, da er jetzt einen Baum wisse, wo stets eine ganze Menge dieser bunten Vögel schlafend auf den Ästen sitze. Lottchen hatte gegen diesen Ausflug nichts einzuwenden. Hoffte sie doch, daß ein älterer Papagei das Sprechen schneller erlernen würde. Und einen sprechenden Vogel zu besitzen, darauf war jetzt ihr ganzes Sinnen und Trachten gerichtet.

Heinrich war es längst klar geworden, daß der Unbekannte stets die Nachtstunden dazu benutzte, die für die Kinder bestimmten Gegenstände an dem vereinbarten Platze niederzulegen. Und diese Tatsache gedachte der Knabe in schlauester

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W. Belka: Die Zauberinsel. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1916, Seite 36. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Zauberinsel.pdf/37&oldid=- (Version vom 31.7.2018)