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schien es so, als ob der Fremde durch ganz besondere Umstände dazu gezwungen war, seine Anwesenheit hier ängstlich zu verheimlichen. Und diese Umstände konnten wieder nur in Vorfällen aus der Vergangenheit ihres Schutzgeistes bestehen, durch die dieser sich erbitterte Feinde geschaffen hatte, vor denen er sich sorgfältig zu verbergen trachtete. – Diese Erwägungen, die dem Scharfsinn des vierzehnjährigen Jungen das beste Zeugnis ausstellten, weckten gleichzeitig bei ihm ein gewisses Mißtrauen gegen den Unbekannten und den heißen Wunsch herauszubekommen, wer dieser Fremde eigentlich war und wo er hier auf dem Eiland hauste. Gewiß – die Dankbarkeit drängte diese Neugier zunächst noch zurück. Aber gerade die vielen langweiligen Stunden, die Heinrich während des Besuches des Dreimasters in der Grotte verleben mußte, führten seine Gedanken immer wieder zu diesem Punkt zurück, so daß er schließlich einen ganzen Plan in seinem Innern entwarf, wie er das Geheimnis, das ihren Beschützer umgab, etwas lüften könne. – Dies war die eine Folge des Auftauchens des großen Seglers. Die zweite aber hing damit zusammen, daß der fürsorgliche Schutzgeist ihnen mit einer neuen Spende von Nahrungsmitteln auch eine einfache Tranlampe und eine große Flasche Tran hatte zukommen

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W. Belka: Die Zauberinsel. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1916, Seite 27. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Zauberinsel.pdf/28&oldid=- (Version vom 31.7.2018)