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ich für Euch nicht weiter sorgen. Bis zur Quelle am See dürft Ihr Eure Ausflüge ausdehnen. – Nach zwei Stunden werdet Ihr an der westlichen Ecke des Haferfeldes allerlei Eßwaren und ein paar Decken vorfinden, ferner ein Beil zum Aufschlagen der Kokosnüsse und sechs in Papier gewickelte Pulver. Von diesen Pulvern erhält das kleine Mädchen morgens und abends je eins in Wasser. Ich rechne auf Eure Dankbarkeit. Sucht nicht zu ergründen, wer ich bin. Euer Gehorsam wäre der beste Lohn für mich.“ –

Als Heinrich diese seltsamen Sätze seiner kleinen Freundin vorgelesen hatte, sagte sie nur mit glücklichem Kinderlächeln:

„Siehst Du, Heini, – wirklich wie im Zauberlande ist es hier! Weißt Du, wie wir die Insel daher nennen wollen …? –: „Zauberinsel“!“

Noch lange plauderten sie über den gütigen, geheimnisvollen Fremden und rieten hin und her, wer es wohl sein könne und aus welchem Grunde der Mann sich so ängstlich verborgen halte. Doch sie fanden keine einleuchtende Erklärung. Für sie blieb ja auch das Eine die Hauptsache, daß der Unbekannte ohne Frage ein liebevolles, gutes Herz besitzen müsse. – Dann schlief Lottchen wieder ein, und der Junge durchstreifte nun die Terrassen in

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W. Belka: Die Zauberinsel. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1916, Seite 21. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Zauberinsel.pdf/22&oldid=- (Version vom 31.7.2018)