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Zauberlande, wo dienstbare Geister ihnen ein Bett und ein Tischlein deck’ dich hergerichtet hätten. Bald wurde sie jedoch müde, ließ sich von Heinrich mit dessen Jacke zudecken und versprach ganz fest zu schlafen, bis er von seinem geplanten Ausflug landeinwärts zurückgekehrt sei. Als sie eingeschlummert war, nahm der Junge nochmals eine genaue Besichtigung der Umgebung vor. Hierbei entdeckte er zunächst die beiden Rettungsringe, die etwas näher nach dem Strande zu lagen. Dann untersuchte er die Örtlichkeit daraufhin, ob dem Mädelchen, das nunmehr seiner Obhut allein anvertraut war, irgend eine Gefahr während seiner Abwesenheit drohen könne. Die Stelle, wo die mächtige Woge sie beide ans Land geworfen hatte, war nur vom Wasser und den felsigen Bergen aus zugänglich. An den beiden anderen Seiten bildeten die aufeinander getürmten Felsbrocken förmliche Mauern, die gänzlich unersteigbar waren. So konnte er sich denn mit gutem Gewissen auf den Weg machen, ohne für der Kleinen Sicherheit irgend welche Besorgnisse hegen zu brauchen.

Aber welch’ mühsame Kletterpartie stand ihm nun bevor! Es dauerte eine gute Stunde, bevor er nach vielen Umwegen und gefahrvollem Überwinden vieler Hindernisse endlich den höchsten

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W. Belka: Die Zauberinsel. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1916, Seite 13. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Zauberinsel.pdf/14&oldid=- (Version vom 31.7.2018)