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Das Eiserne Kreuz


Die Versprengten.


Erlebnisse von vier Musketieren inmitten der feindlichen Linien.
Von W. Belka.


Der Ordonnanzoffizier setzte über den Chausseegraben und jagte dann weiter auf den kleinen Hügel zu, auf dem der Divisionsstab im Schutze einer Kieferngruppe Aufstellung genommen hatte.

„Da kommt ja der Prinz Stelheim,“ meinte der Divisionskommandeur zu seinem Adjutanten und ließ seinen Braunen eine kleine Linksdrehung machen. „Der scheint es ja sehr eilig zu haben. Ein famoser Sprung eben über den Graben. Da – verd…, da haben wir die Geschichte!“

Schon vorher hatte sich in der von platzenden Schrapnells erfüllten Luft der tiefe Orgelton, dieses unheimliche, heulende Geräusch einer Granate aus einem schweren Feldgeschütz bemerkbar gemacht. Und nun war das Geschoß keine hundert Meter links vom Divisionsstab in den zertretenen Acker eingeschlagen, dicht vor dem herangaloppierenden Meldereiter, der jetzt in einer durch die Explosion aufgeworfenen Sandwolke für Sekunden völlig verschwand.

„Armer Prinz,“ sagte Exzellenz bedauernd. „Er dürfte hin sein.“

Aber der junge Ordonnanzoffizier rappelte sich jetzt unter

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W. Belka: Die Versprengten. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1914, Seite 1. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Versprengten.pdf/2&oldid=- (Version vom 31.7.2018)