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Uti ipse humillime rogabat, nec de vita, nec de morte, vel die vel anno annotatum est. Hoc solum memoratur, eum sancte obiisse.“

462. Edmund Flöhel,

1605 zu Trumau in Niederösterreich geboren, legte am 20. August 1631 seine Profess ab und feierte 1635 die Primiz. Vom 27. Juni bis 27. Nov. 1637 war er Sacrista, 27. Nov. 1637 bis 1. Jänner 1640 Küchenmeister, 6. Jänner 1640 bis 8. Jänner 1646 Waldschaffer und Provisor in Mayerling und 9. Jänner 1646 bis 15. Februar 1647 Verwalter in Tallern. Er musste hierauf krankheitshalber ins Stift zurückkehren, wo er an Phthisis am 30. (al 3.) März 1648 starb. Auf Anregung des Abtes Michael II. baute er 1642 die Kapelle zum hl. Laurenz in Mayerling, welche 1529 von den Türken verwüstet worden war, wieder auf.

463. Paulus Köllner

stammte aus Köln, legte am 20. August 1631 die Profess ab, starb aber schon, ohne die Priesterweihe empfangen zu haben, am 25. April 1633.

464. Alberik Maczack

war 1609 zu Ratibor in Schlesien geboren, legte am 20. August 1631 die Profess ab und primizierte 1633. Vom Jahre 1634 bis 7. Februar 1639 wirkte er als Novizenmeister, 1634 bis 9. Mai 1661 als Beichtvater der Conventualen, 21. Oct. 1636 bis 20. Februar 1654 als Cantor chori und 1. Jänner 1639 bis 25. März 1640 als äbtlicher Secretär. Er starb im Stiftshofe zu Wien nach einer schmerzlichen Steinoperation am 9. Mai 1661. „Religiosus devotus et mortificatus, optimus musicus, organista celebris et Compositor cantionum excellens, qui plurimas devotas et artificiosas cantiones composuit, omnes typo dignas“ (Höffner). Bei der Anwesenheit Kaiser Ferdinand III. im Stifte (1639) überreichte er demselben drei von ihm componierte Stücke: Ave Maria, Ps. 19 Exaudiat te Dominus und Ps. 141 Voce mea ad Dominum clamavi. Der Kaiser belohnte ihn für dieses Geschenk mit 19 Ducaten und beauftragte seine Kapelle in Wien mit der Aufführung der Compositionen. Er veröffentlichte auch im Druck eine Schrift unter dem Titel:

Cultus harmonicus, Viennae Austriae, excud. Matth. Cosmerovius (1649, fol.).

465. Johannes Simonis,

am 21. Sept. 1608 zu Möllerstadt (etwa Münnerstadt ?) in Franken geboren, legte am 20. August 1635 die Profess ab und feierte am 28. Dec. 1636 seine Primiz. Er war vom 1. Jänner bis 8. Nov. 1638 Pfarrverweser in Alland,

Empfohlene Zitierweise:
Florian Watzl: Die Cistercienser von Heiligenkreuz. In Commission der Verlagsbuchhandlung ‚Styria‘, Graz 1898, Seite 77. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Cistercienser_von_Heiligenkreuz.pdf/94&oldid=- (Version vom 29.10.2020)