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1600 erscheint er als Subprior und Beichtvater des Conventes: zugleich war er Vicar für Gaden[1], welches Amt er wahrscheinlich bis zu seinem Tode beibehielt. Vom 16. Jänner 1601 bis 20. April 1609 war er abermals Subprior und Beichtvater der Conventualen, außerdem bekleidete er die Ämter eines Kämmerers, Küchenmeisters, Kellermeisters (vielleicht auch Waldschaffers), am 9. April 1609 wurde er zum Kastner ernannt, starb aber schon am 20. April 1609.

(Catal. alphab. – Seywitz. – Höffner.)

396. Nikolaus Thannenbaur

legte am 15. Sept. 1591 die Profess ab. Er war 1601 bis zu seinem Tode Pfarrverweser von Alland, c. 1610–1612 Kästner, 1610 bis 28. Juni 1613 Kellermeister, 1610 bis 9. Nov. 1615 Kämmerer, Küchenmeister und Waldschaffer. Er starb im Stifte am 4. Dec. 1615. „Parochus zelosus, oeconomus specialis“ nennt ihn Seywitz.

(Höffner. – Seywitz.)

397. Caspar

legte als Akolyt 1591 die Profess ab.

398. Johannes Pranauer

war 1595–1596 Prior und Pfarrverweser von Alland und starb als solcher am 12. Juli 1596.

(Doczy. – Necrol. S. Crucis.)

399. Johannes Medicus

legte am 8. Dec. 1597 die Profess ab, empfieng die Priesterweihe und starb im Stifte am 19. März 1611. „Vir totius contemplationis exemplar“ sagt Seywitz.

(Höffner. – Seywitz.)

400. Maximilian Tieffer

war in Wien geboren, feierte am 3. Juni 1597 seine Profess und wurde bald darauf zum Priester geweiht. Er wirkte bis 9. April 1609 als äbtlicher Secretär, reiste 1600 nach Cîteaux, um daselbst die Vornahme einer Abtwahl für das durch den Tod Johannes VI. verwaiste Stift zu betreiben, und wurde nach der Wahl des Abtes Paulus Schönebner am 16. Jänner 1601 Prior, welches Amt er bis 9. April 1609 bekleidete. 1601–1609 war er zugleich auch Novizenmeister, Kämmerer, Waldschaffer, Küchenmeister, Kellermeister und Kastner, doch hatte er in diesen administrativen Ämtern einen Adjuncten an seiner Seite. 1601–1604 wirkte er außerdem noch als Cantor und Bibliothekar. Als Abt Paulus


  1. Die Pfarre Gaden wurde während des 17. und beinahe während des ganzen 18. Jahrhundertes excurrendo vom Stifte aus versehen.
Empfohlene Zitierweise:
Florian Watzl: Die Cistercienser von Heiligenkreuz. In Commission der Verlagsbuchhandlung ‚Styria‘, Graz 1898, Seite 56. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Cistercienser_von_Heiligenkreuz.pdf/73&oldid=- (Version vom 18.6.2020)