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in Wien, verwaltete dann abermals Trumau (?) und wurde 1788 als Commendatar-Abt des Stiftes eingesetzt. Als 1790 Marian II. Reutter canonisch zum Abte gewählt worden war, wurde er mit der Verwaltung von Königshof betraut, wo er am 19. (al. 20.) Sept. 1799 starb. Das Nekrologium sagt von ihm: „Vir potens opere et sermone“, und Doczy rühmt ihn als tüchtigen Ökonomen.

708. Dominik Gratzl,

am 6. (al. 8.) Oct. 1730 zu Rosenberg in Böhmen geboren, legte am 8. Sept. 1750 die Profess ab und feierte am 16. April 1754 die Primiz. Er war c. 11. August 1757 bis c. 10. Sept. 1759 Pfarrverweser in Heiligenkreuz, Jänner 1760 bis c. Sept. 1761 Cooperator in Alland und c. 20. Oct. 1761 bis c. 2. Nov. 1763 Cooperator in Mönchhof. Hierauf bekleidete er das Amt eines Kastners in St. Gotthard, trug dann Theologie im Stifte vor und hospitierte später zwei Jahre lang in Zwettl. Die folgende Zeit seines Lebens verbrachte er beständig im Kloster, wo er c. 13. Mai bis 13. Dec. 1766 und c. 1. Jänner bis c. 8. Juni 1778 die Stiftspfarre administrierte. 1773 bekleidete er auch eine Zeitlang das Amt eines Pfarrverwesers von Gaden. Er starb am 23. (al. 22.) Jänner 1783.

709. Nivard Tschaschner

(fälschl. Taschner), am 23. Dec. 1726 zu Breslau geboren, legte am 8. Dec. 1750 die Gelübde ab und primizierte am 1. Oct. 1752. Er war 1758 Cooperator in Niedersulz, 1759 Pfarrverweser in Heiligenkreuz und 1761 bis 1762 Curat in St. Gotthard. Seine übrige Lebenszeit verbrachte er im Stifte, wo er am 15. August 1789 starb.

710. Emerich Komanovics,

am 9. Juni (al. Juli) 1726 zu Kis Sz. Mihály in Ungarn geboren, legte am 8. Sept. 1750 die Profess ab und feierte am 8. Oct. 1752 seine Primiz. 1753 bis 1755 war er Coadjutor in der kroatischen Sprache zu St. Gotthard, c. 1757 bis c. 1762 Administrator daselbst, wirkte hierauf als Waldschaffer im Stifte und erscheint 1766 als Verwalter von Königshof. Er bekleidete dann bis 1776 das Amt eines Kämmerers und verwaltete 1776 bis zu seinem Tode das Gut Mönchhof, wo er am 10. Nov. 1784 starb. „Oeconomus laudatus“ (Doczy).

711. Malachias Markt

(al. Marckt, Marktl), am 31. Dec. 1731 zu Wien geboren, legte am 8. Dec. 1752 die Profess ab und

Empfohlene Zitierweise:
Florian Watzl: Die Cistercienser von Heiligenkreuz. In Commission der Verlagsbuchhandlung ‚Styria‘, Graz 1898, Seite 185. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Cistercienser_von_Heiligenkreuz.pdf/202&oldid=- (Version vom 2.7.2020)