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Bibliothekars. 1754 bis c. 1757 verwaltete er das Gut Wildeck, war hierauf c. 1757 bis ? Prior im Stifte, dann Verwalter in Trumau, Administrator von St. Gotthard und März 1765 bis Nov. 1770 Pfarrverweser in Winden. Er starb am 8. Dec. 1772 und wurde im Kreuzgange begraben. „Vir studiorum amantissimus et cultui Mariano addictus“ (Doczy). Er veröffentlichte im Drucke drei Predigten:

1. Trost- und Ehrenrede über die wunderbarliche Macht und Barmherzigkeit der Jungfräulichen Mutter Gottes Mariä, da von Errichtung ihres Gnadenbildes in dem herrlich neu erbauten Gottes-Haus des sogenannten Hafner-Bergs unter dem Schutz des Stiftes Mariä Zell in Österreich O. S. B. den 26. Juli als an dem Festtag der hl. Annae anno 1753 das erste Saecidum begangen wurde. Vorgetragen von A. R. ac Eximio P. Edmundo König, des h. Cist. Ord. zum heil. Creutz Professo und p. t. Sub-Priore. Wien, gedruckt bei Leopold Joh. Kaliwoda, Kais. Reichs-Hof-Buchdruckerei.

2. Lob- und Ehrenrede über Leben und Tod der heiligen Jungfrauen und Märtyrin Caeciliae, als eine hochlöbl. allhier in Wien aufgerichte musicalische Congregation in der hohen Metropolitan-Kirchen bei St. Stephan das gewöhnliche Titular-Fest ihrer Schutz-Frauen den 22. November mit jährlich feierlicher und prächtiger Andacht begienge. Verfasset und vorgetragen von P. Edmundo König. Wien, gedruckt bei Joh. Peter von Ghelen, Kais. Königl. Hof-Buchdrucker.

3. Trost- und Ehren-Rede Über den mächtigen Schutz Mariae, da in dem Stifft Mariä Zell in Österreich Ordinis Sancti Benedicti dessen uraltes und andächtiges Mariä-Bild auf den herrlichen hohen Altar des neu erbauten Gottes-Haus übersetzet und beg zahlreicher Menge des Volcks der hohe Geburtstag dieser Jungfräulichen Mutter den 8. September im Jahr des Herrn 1750 auf das feyerlichste begangen wurde. Verfasset und vorgetragen von P. Edmundo König. Wienn, gedruckt bei den Heyingerischen Erben.

661. Augustin Hiller

(al. Hüller), am 5. (al. 23. oder 25.) Juli 1710 zu Kladrau in Böhmen geboren, legte am 25. Jänner 1730 die Gelübde ab und feierte am 20. Juni 1734 die Primiz. 1735 kam er nach St. Gotthard, wo er als Kellermeister, 1738–1752 als Kämmerer und 1738–1742 zugleich als Sacrista und Gastmeister thätig war. Er starb daselbst am 30. März 1752 und wurde in der Sclilösslkapelle begraben. „Amator confratrum, a quibus et ipse summe dilectus fuit“ (Doczy).

662. Christoph Lausch,

am 29. Nov. 1707 zu Hohenruppersdorf in Niederösterreich geboren, legte am 25. Jänner 1730 die Profess ab und primizierte am 8. Sept. 1732. Er wirkte 1734–1735 als Cooperator und 26. Juni bis 30. Oct. 1735 als provisorischer Pfarrverweser von Alland, 1735–1742 als

Empfohlene Zitierweise:
Florian Watzl: Die Cistercienser von Heiligenkreuz. In Commission der Verlagsbuchhandlung ‚Styria‘, Graz 1898, Seite 171. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Cistercienser_von_Heiligenkreuz.pdf/188&oldid=- (Version vom 19.6.2020)