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Er starb zu Wien am 10. August 1746 und wurde im Stifte begraben.

629. Marian Dyckmans

(al. Dychmanns, Dychsman, Dictmans, Dickomanns) war am 8. Jänner 1695 zu Wien geboren, legte am 8. Juli 1712 die Profess ab, studierte 5. April 1717 bis 19. August 1719 in Lilienfeld Theologie und feierte am 14. April 1720 seine Primiz. Er hospitierte hierauf eine Zeitlang in Säusenstein, war 14. August 1721 bis 1. Sept. 1723 Cooperator in Niedersulz, „petit dimitti, sed dimissus apostatavit, ducens uxorem undecim liberos progenuit“ und lebte nach Seywitz noch 1750.

630. Otto Priestersperger,

am 7. Februar 1692 zu Wien geboren, legte am 5. Februar 1713 die Gelübde ab, studierte in Wien Theologie und feierte am 19. April 1716 seine Primiz. 1716–1719 war er Clerikerpräfect in Wien, 16. April 1719 bis 20. Jänner 1723 Kellermeister im Stiftshofe und 20. Jänner 1723 bis 19. Juni 1724 Hofmeister daselbst, verwaltete 19. Juni 1724 bis 1. Februar 1732 das Gut Trumau und bekleidete 1732 bis zu seinem Tode die Stelle eines Amtsverwalters[1]. Er starb als Senior, Jubelprofess und Jubelpriester am 26. Sept. 1768. „Vir iste 1728 fuit fortis candidatus ad Infulam. Deo autem interim aliter disponente, mansit in gradu suo, nihil motus, nihil turbatus“ (Corona fratrum). Das Nekrologium sagt von ihm: „Vir in cunctis prospere agens.“

631. Sigismund Augenstein,

am 22. Februar 1693 zu Wien geboren, legte am 15. August 1713 die Gelübde ab, studierte Theologie an der Universität zu Wien und feierte am 30. März 1717 seine Primiz. Er war beständig in der Seelsorge thätig: 6. Juli 1719 bis 16. Mai 1721 als Cooperator in Niedersulz, 16. Mai 1721 bis 24. Oct. 1726 als Pfarrverweser in Heiligenkreuz und seit c. 24. Oct. 1726 bis zu seinem Tode in gleicher Eigenschaft zu Trumau. Er starb daselbst am 12. Juni 1730 und wurde in der Pfarrkirche begraben. „Vir scientiarum laude refulgens“ (Seywitz). Im Drucke veröffentlichte er:

1. Favus distillans, seu melleae virtutes in neo-electo Reverendissimo … Domino Roberto pie effigiatae et in Solemniis solemni suae Infulationis honori Ejusdem oblatae, dicatae, dedicatae. Anno a partu Virgineo 1728. Viennae Austriae, Typis Joannis Bapt. Schilgen, Univ. Vienn. Typographi. 12 Bl. Fol.

Empfohlene Zitierweise:
Florian Watzl: Die Cistercienser von Heiligenkreuz. In Commission der Verlagsbuchhandlung ‚Styria‘, Graz 1898, Seite 159. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Cistercienser_von_Heiligenkreuz.pdf/176&oldid=- (Version vom 25.6.2020)
  1. Neue Bezeichnung für den früheren Grundbuchschreiber.