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16. Nov. 1703 das eines Vicars von Gaden; vom 13. August 1701 bis 11. Jänner 1702 war er wiederum als Bibliothekar und 25. August 1701 bis 20. August 1703 als Novizenmeister thätig. Er wirkte hierauf vom 16. Nov. 1703 bis 26. Sept. 1705 als Kämmerer, 26. Sept. bis 21. Oct. 1705 als interimistischer Hofmeister in Wien, 4. Nov. 1705 bis 28. Jänner 1710 als Pfarrverweser in Münchendorf, 31. Jänner 1710 bis 8. Jänner 1716 als Pfarrverweser in Niedersulz und wurde von dort am 10. Jänner 1716 als Prior nach Baumgartenberg berufen, wo er bis 17. Jänner 1717 verblieb. Nach seiner Rückkehr ins Stift wurde er am 12. Februar 1717 abermals Beichtvater der Conventualen; vom 5. April 1717 bis 1728 war er äbtlicher Secretär, 31. Oct. 1728 bis 3. Februar 1734 Prior, 3. Februar 1734 bis 1738 wiederum äbtlicher Secretär und 1738 bis zu seinem Tode Prior und Administrator in St. Gotthard. Am 9. Juni 1739 feierte er in Heiligenkreuz seine Jubelprofess und am 7. Mai 1741 seine Secundiz. Als am 13. August 1741 der Blitz in sein Zimmer einschlug, wurde der alte Mann dadurch so erschreckt, dass er noch am nämlichen Tage starb. In der Schlösslkapelle bei St. Gotthard wurde er begraben. Er stand in Correspondenz mit dem bekannten Benedictiner Bernhard Pez, der von ihm sagt (Thesaurus tom. III. Dissert. isagog. p. VI): „Studia nostra strenue ibidem (in S. Cruce) curante A. R. et Cl. Daniele, Viro praestante, cui etiam brevi plura debebunt eruditi.“ Handschriftlich hinterließ er folgende Werke:

1. Ephemerides abbatiales seu acta et gesta DD. Gerardi Sacri Cist. Ordinis antiquissimi Monasterii B. M. V. ad Sanctam Crucem abbatis … Vicarii generalis … compilatae authore et scriptore P. Daniele Scheuring. Ord. Cist. ad S. Crucem professo et rerum Ordinis secretario anno 1722. (MS. Fol.)

2. Favus mellis Cistereiensis oder Trieffender Honigseim d. i. Ausführliche Lebensbeschreibung deren Heiligen, Seeligen, auch berühmbten Männern, Jungfrauen und Wittfrauen des heiligen allzeit befreyten Cistercienser Ordens, auss unterschiedlichen, bewehrten Ordens Authoribus mit sonderbahren Fleiss zusamben getragen, denen sowohl Geistlichen als Weldlichen Liebhabern auf deren Begehren zu einer Geistlichen Unterhalt auf alle Tag und Monath mit Lehrreichen Sprüchen des Heilig-Honigsüssen Vatters Bernardi zur Andacht eingericht und beschrieben von dem wohlehrwürdigen P. Daniele Scheuring, des Heiligen Cistercienser-Ordens zum Heiligen Creutz in Unter-Österreich Professo jubilato und p. t. Superiore zu St. Gotthard in Hungarn. Anno 1738. (Cod. 504 und 505 der Stiftsbibliothek.)

Empfohlene Zitierweise:
Florian Watzl: Die Cistercienser von Heiligenkreuz. In Commission der Verlagsbuchhandlung ‚Styria‘, Graz 1898, Seite 131. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Cistercienser_von_Heiligenkreuz.pdf/148&oldid=- (Version vom 24.6.2020)