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thätig war. Vom 28. Februar 1695 bis 5. Oct. 1696 war er Subprior, 5. Oct. 1696 bis 16. Nov. 1703 Prior und Provisor von Mayerling, 22. Nov. 1703 bis 16. Jänner 1709 Verwalter in Trumau, 16. Jänner 1709 bis 28. Jänner 1713 abermals Verwalter in Königshof und seit 8. Februar 1713 wiederum Prior, welches Amt er bis an seinen Tod bekleidete. Er feierte am 15. April 1724 seine Jubelprofess und am 21. Nov. 1727 seine Secundiz und starb am 30. Mai 1728 als Senior. Sein Grab befindet sich im nördlichen Flügel des Kreuzganges. „Tam in spiritualibus quam oeconomicis de hoc coenobio optime meritus“, sagt von ihm das Nekrologium.

561. Karl Wüll

war am 14. August 1648 zu Eferding in Oberösterreich geboren, trat unter dem Namen Placidus ins Stift Wilhering ein und legte dort am 1. Nov. 1673 die Profess ab. Er hospitierte später in Heiligenkreuz, feierte hier am 23. Juli 1679 die Primiz und gelobte (unter dem Namen Karl) mit Zustimmung des Abtes und Capitels von Wilhering am 31. Dec. 1682 die Stabilität für unser Stift. Als er sich im Juli des folgenden Jahres vor den Türken flüchten musste, begab er sich nach Schlierbach, wo er bis 12. Juni 1684 weilte, und hielt sich dann bis in die Fastenzeit 1685 zu Alderspach in Bayern auf, pastorierte hierauf die zu diesem Stifte gehörigen Pfarren Samarein, Beutelsbach und St. Marienkirchen und kehrte am 18. August 1687 wieder nach Heiligenkreuz zurück. Er wirkte hier vom 3. Jänner bis 30. Nov. 1689 als Kellermeister, 25. Nov. 1690 bis 24. Juli 1691 als Convictspräfect, 3. Jänner 1691 bis 8. April 1692 als Schaffner der vorderen Waldungen, 3. Jänner bis 9. August 1693 als Sacrista und 3. Jänner bis 12. Juni 1693 als Bibliothekar. Am 12. Juni 1693 wurde er Beichtvater der Conventualen und am 19. August g. J. Vestiarius, welche Ämter er bis zu seinem Tode am 15. Dec. 1693 bekleidete.

562. Benedict Üblein,

am 2. Februar 1656 zu Tribuswinkel in Niederösterreich geboren, legte am 1. Mai 1680 die Profess ab und studierte in Wien Theologie. 1683 flüchtete er sich vor den Türken nach Bayern, hospitierte bis 7. August 1684 in Fürstenfeld, wo er am 2. Oct. 1683 primizierte, und verweilte vom 17. August 1684 bis 21. Februar 1685 in Baumgartenberg,

Empfohlene Zitierweise:
Florian Watzl: Die Cistercienser von Heiligenkreuz. In Commission der Verlagsbuchhandlung ‚Styria‘, Graz 1898, Seite 127. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Cistercienser_von_Heiligenkreuz.pdf/144&oldid=- (Version vom 24.6.2020)