Seite:Die Cistercienser von Heiligenkreuz.pdf/143

Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal korrekturgelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.


559. Alan Rhem

wurde am 8. April 1648 zu Saulgau in Württemberg geboren, legte am 26. Dec. 1673 die Gelübde ab und feierte am 7. Nov. 1677 seine Primiz. Noch vor seiner Priesterweihe war er vom 6. Jänner 1674 bis 25. August 1675 Convictspräfect, nach seiner Priesterweihe eine Zeitlang Waldamts-Adjunct, vom 1. Sept. 1679 bis 10. Jänner 1680 Pfarrverweser in Trumau und vom 6. Jänner 1682 bis 8. Juli 1683 Schaffner der hinteren Waldungen. Beim Herannahen der Türken flüchtete er sich nach Bayern, wo er eine Zeitlang in Kaisersheim hospitierte, begab sich dann nach Chur in der Schweiz, wo er auf Wunsch des Bischofs und Capitels und mit Erlaubnis des Abtes Clemens am 15. Oct. 1683 die Stelle eines Chorregenten und Sacellans des Capitels übernahm, welche er bis 2. Mai 1687 bekleidete, worauf er am 18. Mai g. J. wieder ins Stift zurückkehrte. Er wirkte nun abermals 3. Februar 1688 bis 3. Jänner 1693 als Schaffner der hinteren Waldungen, 3. Jänner 1693 bis 3. Nov. 1696 als Beichtvater der Conventualen und 3. Jänner 1693 bis 14. Oct. 1696 als Verwalter von Wildeck. Am 5. Nov. 1696 kam er als Verwalter nach Tallern, wo er am 1. Juli 1698 starb. Er wurde im Stifte begraben. „Fidelis in oeconomicis minister“ (Höffner). „Musicus eminentissimus“ (Doczy).

560. Rainard Ruetz,

am 25. März 1650 zu Perchtoldsdorf in Niederösterreich geboren, legte am 15. April 1674 die Profess ab, vollendete seine theologischen Studien in Wien und primizierte am 21. Nov. 1677. Noch vor seiner Priesterweihe war er eine Zeitlang Waldamts- und Kelleramts-Adjunct. Vom 1. Jänner 1682 bis 8. Februar 1686 bekleidete er das Amt eines Schaffners der vorderen Waldungen, flüchtete sich beim Einfalle der Türken im Juli 1683 durch Steiermark und Salzburg nach Oberösterreich, kehrte aber sogleich nach der Befreiung Wiens in das verwüstete Stift zurück und versah hier mit den wenigen anwesenden Brüdern bis Juni 1684 die Seelsorge in der Umgebung des Klosters. Vom 21. März 1684 bis 21. Jänner 1688 verwaltete er das Gut Sparbach und vom 6. Februar 1686 bis 21. Jänner 1688 zugleich (als erster) das neuangekaufte Wildeck, am 21. Jänner 1688 wurde er als Kämmerer ins Stift zurückberufen und am 30. August 1689 als Verwalter nach Königshof versetzt, wo er bis 7. Jänner 1695

Empfohlene Zitierweise:
Florian Watzl: Die Cistercienser von Heiligenkreuz. In Commission der Verlagsbuchhandlung ‚Styria‘, Graz 1898, Seite 126. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Cistercienser_von_Heiligenkreuz.pdf/143&oldid=- (Version vom 24.6.2020)