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547. Konrad Lenk,

am 20. Juni 1648 zu Ottmachau in Preußisch-Schlesien geboren, lernte das Schneiderhandwerk und legte als Laienbruder am 2. Februar 1669 die Profess ab. Er war einigemale Subsacrista, floh 1683 nach Bayern, wo er sich zuerst in Raitenhaslach, dann bis 24. Oct. 1684 in Salem aufhielt, und kehrte am 21. Nov. 1684 wieder ins Stift zurück. Vom 20. August 1688 bis 7. März 1689 war er Unterrefectorar, 7. März bis 22. Oct. 1689 Subsacrista, 22. Oct. 1689 bis 9. Nov. 1690 wiederum Unterrefectorar, 9. Nov. 1690 bis 5. Mai 1691 Refectorar, 15. Jänner 1698 bis 21. August 1696 abermals Subsacrista, 21. August 1696 bis Juni 1709 Gartenmeister, 7. Juli bis 16. Nov. 1703 zugleich Subsacrista und 5. Februar bis Juni 1709 Unterrefectorar. Er starb, nachdem er 1709 erblindet war, am 25. Juni 1718. „Ipso non videns ab aliis se pariter non videri aestimans, tota die rosarium orans circuivit ambitus“ (Seywitz).

548. Blasius Schmidt,

am 2. Februar 1640 zu Voitsberg in Steiermark geboren, lernte das Schusterhandwerk und legte am 2. Februar 1669 die Profess als Laienbruder ab. Er war Subsacrista, Kelleramts-Adjunct und Refectorar. 1683 floh er nach Lilienfeld, wo er den kranken P. Jonas Weichinger (Nr. 540) bediente, gieng dann nach der Befreiung Wiens mit diesem nach Niederleis und blieb dort bis 7. Sept. 1684, worauf er nach Heiligenkreuz zurückkehrte. Vom 16. Sept. 1684 bis 29. Oct. 1685 war er wiederum Refectorar, am 13. April 1689 wurde er Adjunct des Verwalters in Tallern, starb aber dort schon am 23. August 1689 und wurde in der Pfarrkirche zu Trumau begraben. „Bonae semper et religiosae conversationis amator, salutis suae sedulus procurator, obedientiae et commissorum sibi laborum strenuus et fidelis executor“ (Höffner).

549. Florian Reichel,

am 23. Dec. 1649 zu Landeck in Preußisch-Schlesien geboren, legte am 2. Juli 1669 die Profess ab und feierte am 2. Juli 1674 die Primiz. Er war eine Zeitlang Waldamts-Adjunct, vom 7. Jänner 1676 bis 6. Jänner 1679 Vestiarius, 10. Jänner bis 13. Juni 1680 Pfarrverweser in Trumau und seit 7. Jänner 1683 abermals Vestiarius. Am 8. Juli g. J. musste er sich beim Herannahen der Türken flüchten, er begab

Empfohlene Zitierweise:
Florian Watzl: Die Cistercienser von Heiligenkreuz. In Commission der Verlagsbuchhandlung ‚Styria‘, Graz 1898, Seite 120. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Cistercienser_von_Heiligenkreuz.pdf/137&oldid=- (Version vom 24.6.2020)