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542. Vitus Mayr,

1635 zu Kalksburg in Niederösterreich geboren, legte am 2. Februar 1668 als Laienbruder die Profess ab. Er war eine Zeitlang (1668–1669?) Subsacrista, 17. März 1669 bis 1. April 1673 Kastner in Königshof, 1. April 1673 bis 11. Jänner 1675 Kastner in Niederleis und 11. Jänner 1675 bis 26. März 1678 Kastner in Trumau. Am 26. März 1678 wurde er Verwalter in Enzersdorf. Am 8. Juli 1683 flüchtete er sich von dort vor den Türken und kehrte nach Aufhebung der Belagerung Wiens wieder ins Stift zurück, wo er mit der Verwaltung von Sparbach (1683–1684) betraut wurde. Vom 22. Februar 1684 bis Sept. 1685 verwaltete er Tallern und vom Sept. 1685 bis 1. August 1694 abermals Enzersdorf, worauf er krankheitshalber ins Stift zurückkehrte. Er starb am 30. Oct. 1694. „Villicum cognomen dixit: villicum bonum, fidelem et utilem opus ipsum monstravit et confirmavit“ (Höffner).

543. Friedrich Koch,

am 14. März 1644 zu Rumburg in Böhmen geboren, legte am 30. Dec. 1668 die Profess ab, studierte Theologie an der Universität zu Wien und feierte am 27. Dec. 1672 seine Primiz. Er wirkte vom 6. Jänner 1675 bis 2. Mai 1678 als Pfarrverweser in Heiligenkreuz, 2. Mai 1678 bis 2. Juni 1679 als solcher in Trumau, war vom 1. Jänner 1681 bis 6. Jänner 1682 Schaffner der hinteren Waldungen und wurde am 6. Jänner 1682 Pfarrverweser in Alland. Von dort musste er sich am 8. Juli 1683 vor den Türken flüchten, hielt sich bis Juni 1684 in Reun auf und kehrte dann wieder ins Stift zurück. Vom Juni 1684 bis 8. Februar 1686 versah er nun abermals die Pfarre Alland, war hierauf 8. Februar bis 4. Juni 1686 Schaffner der vorderen Waldungen und 7. Juni 1686 bis 5. Jänner 1693 Verwalter in Trumau, von wo aus er 7. Juni 1686 bis 11. Sept. 1687 zugleich die Seelsorge in den Pfarreien Trumau und Münchendorf ausübte. Am 9. Jänner 1693 kam er als Pfarrverweser nach Mönchhof und von dort am 1. Jänner 1697 wieder ins Stift, wo er bis 3. Sept. 1698 und ein zweitesmal vom 8. Sept. 1699 bis an seinen Tod Bibliothekar, seit 1. Jänner 1697 Schaffner der hinteren Waldungen und seit 25. Jänner 1698 Beichtvater der Conventualen war, welche Ämter er ebenfalls bis an seinen Tod bekleidete. Er starb am 17. März 1700 und wurde in der Krypta der

Empfohlene Zitierweise:
Florian Watzl: Die Cistercienser von Heiligenkreuz. In Commission der Verlagsbuchhandlung ‚Styria‘, Graz 1898, Seite 116. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Cistercienser_von_Heiligenkreuz.pdf/133&oldid=- (Version vom 24.6.2020)