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519. Norbert Theurkauf

(al. Theurkhauff), am 15. Juli 1637 zu Wien geboren, wurde am 9. August 1656 eingekleidet, legte am 15. August 1657 die Profess ab, studierte an der Universität zu Wien Philosophie und Theologie und feierte am 1. Jänner 1668 seine Primiz. Er pastorierte vom 20. August 1666 bis 18. August 1668 die Pfarre Mönchhof und begab sich am 9. Dec. 1669 als Hospitant nach Säusenstein, wo er vom 6. Jänner 1670 bis 10. April 1671 das Amt eines Priors bekleidete. Vom 10. Jänner 1678 bis 9. Juli 1688 verwaltete er das Gut Sparbach. Beim Herannahen dar Türken floh er mit P. David Fogger und P. Melchior Hueber bis nach Schwarzensee, trennte sich jedoch dort von ihnen in der Absicht, sich über die Donau zu flüchten, wurde aber im Walde bei Sparbach von den umherstreichenden Türken gefangen genommen und fortgeschleppt, ohne dass man über ihn noch eine Nachricht bekam. Er verfasste ein Drama, welches 1677 im Stifte in Gegenwart Kaiser Leopold I. aufgeführt wurde, unter dem Titel:

Epitome Pietatis Caesareae, Sine Antoninus Pius, Augustus, Quem Caesareis Maiestatibus Leopoldo I. et Eleonorae Magdalenae Theresiae, Dum haec supra Horizontem Vallis Nemorosae, seu Monasterii Sanctae Crucis Cisterciensis Onlinis, primum sua gratiarum lumina spargere, eundemque sua Augustissima praesentia serenare dignabatur. In Scenam dedit Humilis ciusdem loci Abbas, cum Beligioso suo ibidem Conventu, in submissam reverentiam et primam debitam aggratulationem Anno salutis nostrae MDCLXXVII Mense Aug. Die 6. – Viennae Austriae. Typis Joannis Christophori Cosmerovij, S. C. M. Typographi Aulici. 8°. 87 S. Dasselbe Drama wurde 1677 bei Cosmerovius auch in deutscher Ausgabe gedruckt.

520. Wolfgang Haslinger

(so lautet sein Name nach dem Professzettel; woher Seywitz den Namen Federich und Doczy den Namen Niegen hat, ist mir unbekannt) legte als schon bejahrter Mann am 15. August 1657 die Profess als Laienbruder ab, war vom 20. August 1657 bis 12. Februar 1658 Kastner in Trumau und starb, bereits als Kastner für Niederleis bestimmt, am 12. Februar 1658, ungefähr 60 Jahre alt, zu Wien. Er wurde in Heiligenkreuz begraben. „Homo nativitatis suae diem et locum ignorans“ (Seywitz).

521. Michael Hötzl,

am 26. Sept. 1639 zu Wien geboren, legte am 29. Sept. 1657 die Profess ab, machte hierauf seine philosophischen und theologischen Studien an der Wiener

Empfohlene Zitierweise:
Florian Watzl: Die Cistercienser von Heiligenkreuz. In Commission der Verlagsbuchhandlung ‚Styria‘, Graz 1898, Seite 103. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Cistercienser_von_Heiligenkreuz.pdf/120&oldid=- (Version vom 18.6.2020)