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enodatam dexteritatem. Vallis Dei quadraturam conventualem ruinae proximam reparavit, disciplinam regulärem pene collapsam restauravit et debita maiori ex parte persolvit. Poeta, orator, concionator, oeconomus et asceta Deo et hominibus charus.“

508. Heinrich Liste,

am 11. Jänner 1629 zu Osnabrück in Hannover geboren, legte am 29. Sept. 1652 die Profess ab und feierte am 20. August 1658 seine Primiz. Er war vom 6. Sept. 1660 bis 18. April 1662 Subprior, 22. Jänner bis 28. Juni 1662 Secretär, wurde am 23. Juni 1662 als Prior in das Stift Neuberg berufen und kehrte von dort im Herbste 1663 wieder zurück. Vom Nov. 1663 bis 11. Sept. 1664 trug er in Heiligenkreuz Philosophie vor, verließ hierauf mit Erlaubnis des Abtes Clemens das Stift und hospitierte anfangs zu Neuburg im Elsass, wo er Philosophie und Theologie lehrte, dann in Raitenhaslach, wo er Stabilität gelobte und bis 1675 das Amt eines Priors bekleidete. Nachdem er dort auf sein Ansuchen vom Gelübde der Stabilität entbunden worden war, kehrte er am 31. März 1675 wieder nach Heiligenkreuz zurück und erneuerte hier seine Profess. Am 20. August 1675 wurde er zum Grundbuchschreiber ernannt und versah diesen Posten bis zu seinem Tode am 4. April 1679. Er wurde im westlichen Flügel des Kreuzganges begraben. „Vir excellentis doctrinae“ (Höffner). Von ihm erschien eine Festschrift im Drucke unter dem Titel:

Ferdinandus IV. Crux Austriaca, hoc est, Monasterium Vallis Nemorosae ad S. Crucem in Austria ... Domino Claudio Vaussin, Abbati Cistercii totiusque Ordinis Capiti Generali ... per D. Leopoldum Fundatorem Eiusque ... Filios ... exhibita et consecrata. Anno, quo Ferdinandus quartus augustus ex vita discessit (1654). Viennae Austriae, apud Matthaeum Cosmerovium S. C. M. typographum. 4°. 14 Bll.

509. Michael Nicolitz,

am 19. Juli 1633 zu Voitsberg in Steiermark geboren, erlernte das Schneiderhandwerk und legte am 2. Juli 1653 als Laienbruder die Profess ab. Er war vom 23. Juli 1653 bis 13. Juni 1662 Vestiarius, wurde hierauf Subsacrista und führte 1667 bis 9. Februar 1684 die Verwaltung des Gutes Tallern. Während der Türkeninvasion 1683 war er auf der Flucht, kehrte nach der Befreiung Wiens wieder nach Tallern zurück, musste am 23. Jänner 1684 auch die provisorische Verwaltung von Trumau übernehmen, starb aber daselbst

Empfohlene Zitierweise:
Florian Watzl: Die Cistercienser von Heiligenkreuz. In Commission der Verlagsbuchhandlung ‚Styria‘, Graz 1898, Seite 98. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Cistercienser_von_Heiligenkreuz.pdf/115&oldid=- (Version vom 18.6.2020)