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20. August 1674 Pfarrverweser in Trumau und 21. August 1676 bis 15. Sept. 1680 Pfarrverweser in Winden. 1683 sah er sich mit den anderen Brüdern zur Flucht genöthigt, hospitierte 1683–1687 in Fürstenzell und kehrte im Sept. g. J. wieder nach Heiligenkreuz zurück, wo er an der Wassersucht am13. August 1689 starb „inter haec suspiria ad crucifixum: Valentino ne praevaleat Domine valentior inimicus“ (Seywitz). Er wurde in der Krypta der Kreuzkapelle begraben.

500. Gottfried Libichen

war 1627 zu Silberberg in Preuß.- Schlesien geboren, wurde am 13. Mai 1649 eingekleidet, legte am 15. Mai 1650 die Profess ab und feierte am 12. Nov. 1651 seine Primiz. Vom 1. Jänner 1653 bis 31. Dec. 1658 war er Schaffner der vorderen Waldungen, 18. April 1653 bis 22. Februar 1660 Kämmerer, 19. Dec. 1654 bis 7. Februar 1655 zugleich Küchenmeister und 6. Juni bis 2. Oct. 1657 auch Kastner, vom 18. April 1660 bis 8. Jänner 1664 wirkte er als Verwalter in Sparbach und vom 18. April 1660 bis 31. Dec. 1663 abermals als Schaffner der vorderen Waldungen. Er verwaltete hierauf vom 1. Jänner 1664 bis 1. Jänner 1667 die gesammten Waldungen und vom 8. Jänner 1664 bis 30. Juni 1667 das Kammeramt. Am 15. Nov. 1668 wurde er Verwalter von Königshof, starb als solcher im stiftlichen Hofe zu Wien am 10. März 1672 und wurde im nördlichen Flügel des Kreuzganges begraben. „Vir religiosus, ad contentum Superiorum in officiis suis se accomodans, lidelis et sedulus dispensator, in oeconomia excellens, lectioni Thomae de Kempis singulariter addictus“ (Höffner).

501. Gerhard Pfister,

am 15. Oct. 1627 zu Rottweil in Württemberg geboren, wurde am 20. August 1649 eingekleidet, legte am 20. August 1650 Profess ab und feierte am 15. Nov. 1655 seine Primiz. Er war vom 21. Februar bis 2. Oct. 1657 Novizenmeister, 2. Oct. 1657 bis 19. Nov. 1658 Pfarrverweser in Steinbruch, 19. Nov. 1658 bis 18. Februar 1660 Convictspräfect und hierauf bis 14. April 1660 Pfarrverweser in Trumau. Vom 14. April bis 2. Sept. 1660 wirkte er als Cooperator in Podersdorf (während der Krankheit des Pfarrers P. Gregor Metsch), wurde am 2. Sept. 1660 daselbst Pfarrverweser und kehrte am 5. Jänner 1669 ins Stift zurück. Er administrierte hierauf vom 13. Jänner bis 15. Nov. 1669 die Pfarre Alland,

Empfohlene Zitierweise:
Florian Watzl: Die Cistercienser von Heiligenkreuz. In Commission der Verlagsbuchhandlung ‚Styria‘, Graz 1898, Seite 95. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Cistercienser_von_Heiligenkreuz.pdf/112&oldid=- (Version vom 18.6.2020)