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Sie erringen mit jeder Stunde neue Erfolge. Bald wird das Ziel erreicht, der Aufstand gedämpft, Gesetz und die Ordnung hergestellt sein. Soldaten! Die Mehrzahl der Bewohner Sachsens, ja nicht nur Sachsens, des gesammten Deutschlands – blicken mit Stolz und Vertrauen auf Euch! Noch eine kurze Zeit der Ausdauer und Anstrengung, und Ihr werdet den schönsten Preis errungen, Ihr werdet unser Vaterland, seine Verfassung und den Thron gerettet, ganz Deutschland einen wesentlichen Dienst erzeigt haben.
Dresden, den 7. Mai 1849.
Der Kriegsminister.
Rabenhorst.“

„Das andauernde heftige Gefecht, nahmentlich aber der hartnäckige Widerstand der Aufrührer, hat bei den Truppen eine wohl erklärliche Erbitterung im Kampfe hervorgerufen und droht dieselbe in einer Weise zu steigern, welche fürchten läßt, daß die Gränzen der nöthigen Strenge überschritten werden könnten.
Um Dem vorzubeugen, hält sich das Kriegsministerium verpflichtet, daran zu erinnern, daß Unbewaffnete und Solche, welche die Waffen niederlegen und sich als Gefangene ergeben, unter dem Schutze des Gesetzes und der bewaffneten Macht stehen.
Die Wohnungen fremder Gesandten sind thunlichst zu schützen. Sind jedoch dieselben von Rebellen besetzt, so ist jedenfalls wenigstens Veranstaltung zu treffen, daß die Gesandten, Geschäftsträger, deren Angehörige und Personal, so wie die bei dem Kampfe unbethelligten Ausländer geschützt werden.
Dresden, den 7. Mai 1849.
Kriegsministerium.
Rabenhorst.“

Empfohlene Zitierweise:
Friedrich von Waldersee: Der Kampf in Dresden im Mai 1849. E. S. Mittler und Sohn, Berlin 1849, Seite 178. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Der_Kampf_in_Dresden_im_Mai_1849.pdf/191&oldid=- (Version vom 9.12.2016)