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Seite:Der Held von Berlin.pdf/90

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ging hinter ihr her, weil er fürchtete, sie könne fallen, bis sie in ihre Garderobe taumelte. Dann hastete er zu Jo. Die Zugänge zur Bühne waren jetzt leer, alles war in den Garderoben. Auf der Bühne wurde umgebaut.

Heise klopfte an die Tür der Garderobe, er erhielt keine Antwort und trat ein. Zu seiner Verblüffung fand er Bara in Jos Garderobe. Ein giftiger Blick des grossen Sängers bohrte sich ihm entgegen.

„Sie wünschen?“ schnaubte er.

„Ich warte auf Fräulein Ternitz,“ entgegnete Heise noch immer arg betroffen über die Anwesenheit Baras.

„Wie kommen Sie dazu, hier einzutreten, ohne anzuklopfen?“ verhörte ihn Bara.

Heise sah den Mann gelassen an.

„Darüber bin ich Ihnen doch wohl keine Rechenschaft schuldig,“ sagte er ruhig.

„Ich habe mit Fräulein Ternitz zu sprechen. Scheren Sie sich hinaus.“

Heise war nicht der Mann, den man einschüchtern konnte, wenn er im Recht war. Was hatte dieser Bursche hier zu suchen? Noch dampfte in dem Choristen der Grimm über Baras rohe Gemeinheit gegen Fatma Nansen.

„Ich verbitte mir Ihren überheblichen Ton,“ entgegnete er noch beherrscht.

Da schwemmte die oft aufgepeitschte Wut gegen diesen Menschen, der nach seiner Rolle gegriffen, nach dem Viola Windal gefragt hatte, über das nicht allzu widerstandsfähige Hirn Baras hin. Er trat dicht an Heise heran und keuchte: „Wie wagen Sie mit mir zu sprechen, Sie

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Alfred Schirokauer: Der Held von Berlin. Typoskript, Berlin o. J., Seite 89. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Der_Held_von_Berlin.pdf/90&oldid=3263729 (Version vom 31.7.2018)