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Seite:Der Held von Berlin.pdf/180

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Der Zuschauerraun war bis zum letzten Platz besetzt.

Daß Gericht erschien. Der Angeklagte wurde vorgeführt, die Sitzung wieder eröffnet.

Ernste warnende Worte richtete der Präsident an dieses neue, in seiner äusseren Erscheinung schon völlig anders geartete Publikum. Das war das wahre Volk von Berlin, die werktätige Bürgerschaft, der noch Achtung und Erfurcht vor dem Pomp des Schwurgsrichts im Gemüt lebte. Er drohte, er würde bei der geringsten Störung sofort wieder den Saal räumen lassen. Unweigerlich. Er hoffe aber, dass dieses Publikum die Hoheit der Stätte wahren und ihm und sich, in Vernunft und Anstand, die äusserste Massregel ersparen würde.

Die Menge schwieg willig und gefügig.

Denn wandte der Vorsitzende sich dem Angeklagten zu.

Peter Heise war nervös und unsicher. Er irrte unstet einher zwischen den Glauben an seinen Sieg und dem Bangen vor einem Misserfolg seines Aktes der Selbsthilfe. Hatten die Leute und die Presse auch genug gehört? War seine Stimme genügend zur Geltung gekommen? Hatten sie sich ein Urteil bilden können über seine Fähigkeit? Würde Publikum und Presse nun durch ihre Macht Buchner zwingen, ihm abwechselnd mit dem neuen Columbus, Baras Rolle übertragen?

Verzweifelte Fragen, Nöte, Ungewissheiten, aus denen der Vorsitzende ihn unsanft aufstörte. Gleich zu Beginn erfolgte ein neuer Zusammenstoss zwischen Angeklagtem und Verhandlungsleiter.

Ruhig und sachlich sprach der Präsident:

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Alfred Schirokauer: Der Held von Berlin. Typoskript, Berlin o. J., Seite 179. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Der_Held_von_Berlin.pdf/180&oldid=3263614 (Version vom 31.7.2018)