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wenn sie das nicht alles bewirken konnten, was ihre Absicht war, so liegt die Schuld in der Zeit, die noch nicht gekommen zu seyn scheinet, ob sie gleich nicht mehr ferne seyn kann. Gegen die Modernisirung der Altäre haben zwar mehrere, deren Anherren die Stifter derselben waren, protestirt: allein die Mehrheit der Stimmen im Capitel drang durch, und der Entschluß wird mit nächsten ausgeführt werden.

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 Nun ging es an die Processionen. Es war gebräuchlich, daß die Kirche in dem Chor mit allerhand Kräutern und Blumen bestreuet wurde, welches zu nichts anders diente, als auf platten Steinen dem Gehenden einen unsichern Tritt zu verursachen und durch den heftigen Geruch den Kopf schwindelnd zu machen. Dieß ist nun abgeschafft. Der Geistliche, welcher bey einer Procession das Venerabile trägt, der Diakon und Subdiakon samt den 4 Akoluthen wurden mit aus Rosmarin gewundenen vergoldeten Kränzen, die sie auf dem Kopfe tragen mußten, geziert, und da dieses nichts als sehr häufige Kopfschmerzen verursachte, so schaffte er auch diese hinweg. Anderer Verbesserungen hiebey gar nicht zu gedenken, wende ich mich zu einer seiner ersten Beschäfftigungen, welche das