Rittergüter und Schlösser im Königreiche Sachsen: Bellwitz

Textdaten
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Autor: o. A.
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Titel: Bellwitz
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aus: Markgrafenthum Oberlausitz, in: Album der Rittergüter und Schlösser im Königreiche Sachsen. Band 3, Seite 96
Herausgeber: Gustav Adolf Poenicke
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Erscheinungsdatum: o.J. (1854–1861)
Verlag: Expedition des Albums Sächsischer Rittergüter und Schlösser
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Commons und SLUB Dresden
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Bellwitz


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Bellwitz.

Im Lausitzer Kreise und zu dem Amte Bautzen gehörend, liegt das Rittergut Bellwitz, auch Belbitz genannt. Sein wendischer Name ist Bjelezy.

Der Ort zerfällt zwar in Ober- und Niederbellwitz, ist aber ganz zusammenhängend, und lässt sich daher auch in der Beschreibung nicht füglich in zwei Theile sondern oder trennen.

Bellwitz liegt am rechten Ufer des sogenannten Löbauer Wassers, in einer angenehmen fruchtbaren Gegend; seine Entfernung beträgt von Löbau nördlich 1 bis 5/4 Stunden, von Reichenbach 2 Stunden.

Es hat 180 Einwohner in 26 Häusern und gehört unter das Gerichtsamt Löbau.

Die Fluren von Bellwitz rainen mit denen der Dörfer Vornopeln, Rosenhain, Görbitz, Unwürde und Kittlitz.

Ueber die Geschichte von Bellwitz ist nicht viel bekannt, indess werden im Jahre 1518 mehrere Brüder, welche mit dem Orte den gleichen Namen führen, deren Stammsitz also Bellwitz wahrscheinlich ist, als Besitzer des Rittergutes genannt. In den 70 bis 80er Jahren des 17. Jahrhunderts gehörte es der Familie Heldreich.

Im Jahre 1730 finden wir die Herren von Gersdorf im Besitze. Von diesen kaufte es im Jahre 1731 sub hasta der Klostervoigt von Marienthal, Herr Johann Adolph von Heldreich auf Liebstein, für den enorm billigen Preis von 22,000 Thalern und stiftete im Jahre 1764 mit dem dazu erkauften Bauerngute Mittelrosenhain ein Familien-Fideicommiss mit der Bestimmung, dass es für ewige Zeiten in der von Heldreichschen Familie bleiben solle. Der Klostervoigt starb 1768 und ihm folgte sein Sohn, Carl Gottlob von Heldreich auf Kolitz, kursächs. Appellationsrath, dem wieder (1787) sein einziger Sohn, Hans Gottlob folgte, welcher Lieutenant im kursächs. Chevauxlegers-Regiment von Sacken war. Nach dessen Tode im Jahre 1818 besassen es dessen Söhne gemeinschaftlich bis zum Septbr. 1823, wo es durch Familienvertrag auf den ältesten derselben, Karl Gottlob, allein überging. Dieser starb am 8. Januar 1842, und dessen Sohn, der jetzige Hauptmann von Heldreich, ererbte Bellwitz.

Eine eigene Kirche besitzt Bellwitz nicht, sondern ist nach dem angrenzenden Kittlitz eingepfarrt, wohin auch die Kinder zur Schule gehen.