Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band IV,2 (1901), Sp. 2136
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2) In Palästina (Joseph. bell. Iud. IV 3). Nach Josephus erstreckten sich die Sümpfe des Sees Semachonitis (Ḥûlesee) bis zu dem in fruchtbarer Gegend liegenden D., bei welcher die Quellen des kleinen Jordan entspringen. Bei denselben stand ein Heiligtum des ‚goldenen Kalbes‘. Wenn also D. nicht einfach ein anderer Name für Dan (= Tell el-Ḳâḍi s. Art. Dan) ist, so muss es jedenfalls in unmittelbarer Nähe dieses Ortes gelegen haben. Etwas südwestlich von Tell el-Ḳâḍi auf der rechten Seite des Nahr el-Leddân (des Jordanquellflusses) liegen Ruinen, Tell Defne, in welchem Namen sich der alte Name D. erhalten hat. Auch die palästinensischen Targume und die Vulgata nennen D. in Num. 34, 11. Robinson Neuere bibl. Forschungen 515. Guérin Galileé II 343. Survev of West. Palest. Memoirs I 118. Buhl Geogr. Paläst. 238f. Smith Histor. Geogr. 473.