Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band II,1 (1895), Sp. 714715
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Argentum (ἀργύριον). Wie die aus Silber hergestellten Utensilien gelegentlich metonymisch als ‚Silber‘ bezeichnet und nach dem Zwecke ihrer Verwendung klassifiziert werden (z. B. als a. balneare, escarium, potorium, scaenicum, viatorium), so wird das Silbergeld oft nach der Provenienz (z. B. (ἀργύριον συμμαχικόν IGS 2426; argentom captom in der Inschrift der Columna rostrata CIL I 195 oder multaticum XIV 2621. Livius XXVII 6. XXX 39), die Silbersorte aber nach dem Fürsten oder dem Staate differenziert, der ihre Prägung besorgt hat (so ἀργύριον Ἀττικόν IGS 2710. CIA II 737, oder (Ἠγινῆον IGS 1737, oder Ολβιοπολιτικόν Dittenberger Syll. 354, 15, oder argentum Illyrium Livius XLV 43) oder der die Währung geschaffen hat (so ἀργυρίου Ἀλεξανδρείου CIA II 737 vom J. 305 v. Chr. – vgl. die Münze Ἀλεξάνδρειον Πτολεμαίου, Ztschr. für Numismatik XIII Taf. 3, 5 – oder argentum Oscense Liv. XXXIV 10. 46. XL 43). Üblicher ist natürlich, dass die Münzsorte, insbesondere δραχμή und denarius, so verwendet wird. Auch wird, was gleichfalls häufiger vom Namen der Münzsorte gilt, das Bild des Gepräges als Merkmal des a. angeführt, und dieses danach bezeichnet, z. B. argentum bigatum Liv. XXXIII 23. 37. XXXVI 21 statt denarii bigati (oder argentum signatum bigatorum, wie Livius XXXIV [715] 10. 46 sagt). Das gleiche gilt für die andern Wertmetalle, insbesondere für Gold, s. Aurum. Über die einzelnen Münzsorten s. Silberprägung, Bigatus, Denarius, Δραχμή, Osca u. s. f.