Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band I,1 (1893), Sp. 260
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Acipenser (aus acus und pesna = penna, Salmasius exercit. Plin. [Parisiis 1629] p. 1316d, dagegen bei Fest. ep. p. 22, 13 aquipenser), ein seltener Seefisch, der bis zu Ciceros Zeit herab bei den Römern als grösster Leckerbissen galt. Plaut. fg. Bacchar. b. Macrob. sat. III 16, 1. Plin. n. h. IX 60. Lucil. b. Cic. de fin. II 24. Zur Zeit des Horaz (sat. II 2, 46) und Plinius entwertet, kam er bald wieder in hohes Ansehen (Mart. XIII 91), das er behielt, so dass er z. B. zur Zeit des Septimius Severus an der kaiserlichen Tafel unter Flötenschall von bekränzten Sklaven aufgetragen wurde (Macrob. sat. III 16. Athen. VII 294 F) und selbst ein kleiner nicht unter 1000 Drachmen zu bekommen war. Vgl. noch Plin. XXXII 145. 153. Ov. hal. 132. Was es für ein Fisch gewesen, wissen wir nicht, die Griechen hatten die Benennung ἀκιπήσιος entlehnt (Ath. a. a. O.), die Gleichsetzung mit dem rhodischen γαλεός (s. d.) oder dem ἔλλοψ (s. d.) weisen Plin. n. h. XXXII 153 und Athenaeus ab. Ebenso ist die Identificierung mit dem Stör abzuweisen. Vgl. Salmasius a. a. O. Becker-Rein Gallus III 185. Marquardt Privatleben 418.