Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Itakolumīt“ in Meyers Konversations-Lexikon
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Band 9 (1887), Seite 52
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Itakolumīt. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 9, Seite 52. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Itakolum%C4%ABt (Version vom 01.12.2024)

[52] Itakolumīt, gemengtes Gestein, aus Quarzkörnern, die durch Talk oder auch wohl Chlorit miteinander verbunden sind, sowie gelegentlich Sericit bestehend. In einigen Varietäten bedingt die Art und Weise der Umhüllung der Quarzkörner durch die Talkblättchen eine gewisse Verschiebbarkeit der letztern und eine Biegsamkeit des Gesteins in dünnern Platten (biegsamer oder elastischer Sandstein, Gelenkquarz). Übergänge zeigt der I. zu Chlorit-, Talk- und Glimmerschiefer. Er findet sich als Glied der huronischen (Schiefer-) Formation besonders in Brasilien, wo er in Minas Geraës und Goyaz hohe Gebirge und namentlich den Itacolumi (s. d.) zusammensetzt. Außer seinen wesentlichen Gemengteilen führt das Gestein hier Gold, derb und eingesprengt, begleitet von Eisen- und Arsenikkies, Eisenglanz, Magneteisenerz, Turmalin, Glimmer; Quarzgänge durchsetzen es nicht selten, und die Talk- und Chloritschiefer treten lagerförmig darin auf. In Brasilien ist der I. auch Muttergestein der Diamanten. Sonst findet sich I. in Nord- und Südcarolina, im Ural und in Portugal.