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Titel: Elefanten beim Rettungswerk
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aus: Die Gartenlaube, Heft 18, S. 308
Herausgeber: Adolf Kröner
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Erscheinungsdatum: 1897
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[308]
Elefanten beim Rettungswerk.
Nach einer Originalzeichnung von Paul Neumann.

[Gemeinfrei 2032. Paul Neumann-Karlsberg (1868–1961)]


[308] Elefanten beim Rettungswerk. (Zu dem Bilde S.301) Verschiedene Afrikaforscher haben wiederholt in ihren Werken berichtet, wie Elefanten, falls ihre Artgenossen in Not geraten sind, denselben mit großer Besonnenheit Hilfe zu leisten pflegen. Am schlimmsten setzt den gewaltigen Tieren der Mensch zu. Die Jagdweisen der wilden Völker sind ja nur zu oft mit Grausamkeit gepaart. Am oberen Nil pflegen die Neger Elefantenherden im Dickicht zu umzingeln und dieses in Brand zu stecken. Da ist es vorgekommen, daß die gepeinigten Tiere sich um ihre Jungen scharten, sie mit ihren Leibern deckten und Wasser auf dieselben spritzten, um die schwachen vor den sengenden Flammen zu schützen. Ein anderes, von dem Forschungsreisenden H. Johnston beobachtetes Beispiel der Elternliebe beim afrikanischen Elefanten führt unser Bild den Lesern vor. Die Alten retten ein Junges, das in eine Fallgrube geraten ist, indem der eine den Rüssel um den des Kleinen legt und daran zieht, während der andere unter den Hals desselben drückt. Es wurde auch beobachtet, daß Elefanten einen erwachsenen Artgenossen aus der Fallgrube zu befreien suchten, indem sie mit ihren Stoßzähnen am Rande der Grube aufwühlten und diese auszufüllen sich abmühten.

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