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Danck-Gebeth für den lieben FRIEDE

Textdaten
Autor: unbekannt
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Titel: Danck-Gebeth für den lieben Friede/ Welchen Der Grosse Gott der Stadt Hamburg verliehen hat
Untertitel: So gehalten worden den 22. Sontag nach Trin. in Hamburg/ A. 1686
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Entstehungsdatum: 1686
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Verlag: seel. Georg Rebenleins Wittwe
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Erscheinungsort: Hamburg
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Quelle: Commons und im VD17 unter der Nummer 23:304996K
Kurzbeschreibung: Kirchengebet zur Beendigung der Belagerung der Stadt Hamburg durch Christian V. von Dänemark
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  • Überschriebene e über den Vokalen a, o und u wurden als moderne Umlaute transkribiert.
  • Abkürzungen sind aufgelöst.

[1]

Danck-Gebeth für den lieben FRIEDE /

Welchen Der Grosse GOTT der Stadt Hamburg verliehen hat;


So gehalten worden den 22. Sontag nach Trin.[1] in Hamburg / An. 1686.[2]

HAMBURG

Zubekommen bey seel. Georg Rebenleins Wittwe / bey St. Petri Kichen[3].

[2] O ALlmächtiger / Ewiger und Barmhertziger GOTT / du Vater unsers HErrn JEsu CHristi / wir kommen jetzo für dein Heiliges Angesicht getreten / deinen Heiligen Nahmen zu loben und zu dancken. HERR / wie ist deine Güte so groß / die du an uns gethan. Du hast Hohe Potentaten erwecket / die sich unser treulich angenommen haben / durch Sie hastu es dahin gebracht / daß unsere Stadt den lieben Friede erlanget und überkommen. Du hast unsere Klage verwandelt in einen Reigen / du hast unsern Sack ausgezogen / und uns mit Freude umbgürtet. Du hast uns zerrissen / und wieder geheilet / du hast uns zerschlagen / und wieder verbunden. Alle Menschen / die solches sehen und hören / müssen sagen: Das hat GOTT gethan / und mercken / daß es dein Werck sey. Für solche grosse Wolthat sagen wir dir von Hertzen Lob und Danck. Gelobet seystu HERR GOTT Israel / und gelobet sey dein herrlicher Nahme / alle Lande müssen deiner Ehren voll werden. HERR GOTT dich loben wir / HERR GOTT wir dancken dir. Dich GOTT Vater in Ewigkeit / ehret die Welt weit und breit. Alle Engel und Himmels-Heer / und was dienet deiner Ehr. Auch Cherubim und Seraphim / singen immer mit hoher Stimm: Heilig ist unser GOTT / Heilig ist unser GOTT / Heilig ist unser GOTT / der HERR Zebaoth. HERR unser Herrscher / wie herrlich ist dein Name in allen Landen. Wer kan die Thaten ausreden / und deine Wercke gnugsam preisen. Singet dem HErrn ein neues Lied / denn Er thut wunder / er sieget mit seiner Rechten / und mit seinem heiligen Arm / Er lässet sein Heyl verkündigen unter den Völckern /

[3] und seine Gerechtigkeit offenbaren. Wir dancken dir HErr / daß du bist zornig über uns gewesen / und dein Zorn sich gewendet hat / und tröstest uns. Die Könige und Fürsten auf Erden / die Jünglinge und Jungfrauen / die Alten mit den Jungen / sollen loben den Namen des HERRN. Dancket dem HERRN / denn Er ist sehr freundlich / und seine Güte wäret ewiglich. Die Güte des HErrn ist es / daß wir nicht gar aus seyn / und seine Bermhertzigkeit hat noch kein Ende / sie ist alle Morgen neu / und deine Treu ist groß. Laß ferner / O starcker GOTT / deine Augen über uns offen stehen / und erweise dich gegen uns / als ein gnädiger GOtt und barmhertziger Vater / steure den Kriegen in aller Welt / zerbrich den Bogen / zerschlage die Spiesse / und verbrenne die Wagen mit Feuer. Laß deine Güte und Treue uns allezeit bewahren / behüte uns wie deinen Augapffel / beschirme uns unter dem Schatten deiner Flügel. Laß Friede wohnen in unsern Mauren / und Glück in unsern Häusern. Gib Gnade / daß in unsern Kirchen und Schulen deines Heiligen Nahmens Ehre ausgebreitet werde. Gib dem Weltlichen Regiment / und unserer gantzen Stadt guten Friede / Liebe und Einigkeit. Zerstreue die Völcker / die gerne kriegen / steure und wehre allen Friedens-Störern / laß in unserer Stadt deine Ehre wohnen / daß Güte und Treue einander begegnen / Gerechtigkeit und Friede sich küssen / daß Treue auf Erden wachse / und Gerechtigkeit von Himmel schaue. Erfreue uns wieder / nach dem du uns so lange geplaget / nachdem wir so lange Unglück gelitten. Wende von uns ab alle Land-Straffen und Plagen / gib gut Wetter / gute Nahrung und Gesundheit / und verleihe

[4] uns einmahl einen beständigen Friede / so wollen wir deinen Nahmen rühmen / und deiner Wolthaten nicht vergessen. Erhöre diß unser Gebet / O du barmhertziger GOTT und Vater / umb deines lieben Sohnes JESU CHRISTI willen / an welchem deine Seele ein Wolgefallen hat / hochgelobet und gepreiset in Ewigkeit / AMEN.

Collect[4] vor dem Altar.

Versiculus

Wir loben GOTT den Vater / Sohn und Heiligen Geist / Halleluja.

Resp.[5]

Und preisen Ihn von nun an / biß in Ewigkeit / Halleluja.

HERR GOTT Himmlischer Vater / von dem wir ohne Unterlaß allerley Gutes gar überflüssig empfangen / und täglich für allem Ubel gantz gnädiglich behütet werden / wir dancken dir hertzlich / daß du dich unser erbarmet / und den lieben Friede wieder verliehen hast / und bitten dich hertzlich / gib uns durch deinen Geist / solch Gnaden-Werck in rechtem Glauben zu erkennen / auf daß wir deiner wunderbarlichen Güte nimmermehr vergessen / sondern für deine milde Gnade und Barmhertzigkeit / hie und dort ewiglich dir dancken und dich loben mögen / durch JEsum Christum deinen Sohn / unsern HERRN / AMEN.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Trinitatis (Dreifaltigkeitssonntag)
  2. 31. Oktober 1686 alten Stils
  3. St.-Petri-Kirche
  4. Kollektengebet
  5. Responsum (Antwortvers)