Beschreibung des Oberamts Künzelsau/Kapitel B 3

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3. Altkrautheim,

Gemeinde III. Kl. mit 358 Einw., worunter 1 Ev., Fil. von Dörzbach.

An der Einmündung des Ginsbachthales in die weite Aue, welche das Jagstthal von Dörzbach bis Gommersdorf bildet, liegt das Dorf Altkrautheim wie eingebettet in die Mulde des Ginsbachs. Der Umgebung verleiht das wiesengrüne Jagstthal mit der schönen Brücke, die jenseits gegen Nordosten schroff aus dem Thal aufsteigende Bergwand, welche das mächtige Schloß und die schöne Kirche des Städtchens Krautheim krönt, und das an den Fuß des Bergs sich anschmiegende badische Thalkrautheim mit seinem saubern Kirchlein einen Reiz vor andern Orten der Umgegend. Das Dorf zieht sich dem Ginsbach entlang und zwar die größere Hälfte mit der Kirche auf dem linken, der kleinere Theil mit der Hauptstraße auf dem rechten Ufer. Die niedrigen Seitenwände des Ginsbachthales und die jenseitige hohe, steile Bergwand verleihen dem Dorf Schutz gegen kalte Winde. Das Klima ist verhältnismäßig mild, doch sind Frühlingsfröste nicht selten. Hagelschlag kam seit den 50er Jahren nicht mehr vor.

Der Ort ist regelmäßig gebaut, die Häuser, von freundlichen Gärten umgeben, sind meist von mittlerer Größe und aus Fachwerk gebaut wie in den Thalorten der Jagst und ihrer Zuflüsse.| Die Kirche zum heiligen Johannes dem Täufer steht am südlichen Ende des Dorfes, vom Gottesacker umgeben, auf einer kleinen Anhöhe über dem Ginsbach. An dem massigen Thurm, in dessen unterem Theil sich der Chor befindet, steht auf der Südseite die Jahreszahl 1582. Auch ist das Mainzer Wappen angebracht. Von dem älteren Thurm stammt eine Figur eines Männchens, die eingemauert wurde. Die Fenster des Chores sind spätgothisch.

Neben dem Hochaltar ist ein altes Sakramenthäuschen eingesetzt, eine bloße Steinhauerarbeit, welche die Auferstehung in etwas roher Auffassung darstellt.

Das Schiff der Kirche wird durch das Balkenwerk und die Empore verdüstert. Die Altäre und Kanzel sind im Renaissancestyl gehalten. Auf der Südseite an einem spätgothischen Fenster befindet sich das Wappen der Herren von Stetten und Adelheim, also wohl das Christophs von Stetten und seiner Gattin Margarete von Adelheim (1500–1538).

Über dem Portal auf der Westseite sieht man einen Kopf mit einer Inschrift: A. Dni MCCCXXII constcta ecclia. (constructa ecclesia).

Auf der äußern Südwand der Kirche befinden sich die Grabsteine 1. des Lorenz Bauer von Gimmeltingen, gewesenen Kellers zu Krautheim, † 1561 12. Nov.; 2. des Elias Ditwar, mainzischen Kellers und Zollers, † 18. April 1586, errichtet von seiner Witwe Barbara Vörnhaber von Schwäbisch Hall (Firnhaber); 3. der ersten Frau des Elias Ditwar, Ursula Baurin, † 1577 5. Aug.; 4. der Kinder des Schultheiß Albrecht Schulher von 1541 und 5. ein Gedenkstein mit den Namen Veit Diezel, Wendel Diezel 1611.

Das Postament des Kreuzes auf dem Gottesacker gleicht einer Altarplatte und soll früher in einer Kapelle zu Berg-Krautheim gewesen sein, trägt aber die Jahreszahl 1798.

Von den drei Glocken auf dem Thurme hat die große die Inschrift: Osanna heis ich, in unser frawen er leut ich, bernhart lachamann gos mich 1517.

Die zweite Glocke hatte ursprünglich die Inschrift: S. Mateus, S. Marcus, S. Lucas, S. Johannes 1460, ist aber 1746 von J. Leonh. Lösch in Morsbach umgegossen.

Die kleine, älteste Glocke ist ohne Inschrift.

Die Baulast der Kirche liegt den Gemeinden Altkrautheim und Unter-Ginsbach ob.

| Das Pfarrhaus, nahe bei der Kirche an einer der Hauptstraßen des Dorfes, ist wohnlich und gut unterhalten und wurde 1838 neu gebaut. Die Baupflicht ist dieselbe wie bei der Kirche.

An derselben Straße mit dem Pfarrhaus, nur wenige hundert Schritte davon entfernt, befindet sich das Schulhaus, das vor ca. 90 Jahr erbaut wurde. Es enthält die Wohnung des Lehrers, ein Lehrzimmer und die Gelasse für die Gemeindebehörden. Mit der Schule ist eine Arbeitsschule verbunden. Außer dem Schul- und Rathhaus besitzt die Gemeinde eine Kelter mit 3 Bäumen und ein kleines Armenhaus.

Mit Wasser ist der Ort reichlich versehen. Es bestehen ein laufender Gemeinde- und 8 Pumpbrunnen, welche Privaten gehören.

Der Weinbau ist nicht bedeutend; die vorzüglichsten Sorten sind Gutedel und Österreicher, die besten Weinberge die auf der Sommerseite gegen Unter-Ginsbach gelegenen.

Der Morgen gibt 6 Hektoliter als höchsten Ertrag. Der Wein ist für den Anfang gut zu trinken, aber hält sich nicht auf Lager.

200 Morgen Laubwald liefern der Gemeinde einen Ertrag von 3 Klafter und 500 Wellen per Morgen, die Wellen werden unter die Bürger vertheilt, deren jeder ca. 70 Stück erhält. Das Stammholz wird zu Gunsten der Gemeindekasse verkauft und bringt durchschnittlich 600 ℳ ein.

Als Weide wird Brach- und Stoppelweide benützt. Der Weidepacht mit 500 ℳ und die Pferchnutzung mit 150 ℳ fällt der Gemeindekasse zu, welche auch aus ihren Wiesen einen Pacht von 1000 ℳ erzielt. Einige kleinere Stücke von Gemeindegütern werden als Schafweide benützt.

Der Ortsschäfer hält im Sommer 100, im Winter 250 Schafe (Bastarde).

Eine reichlich fließende Quelle westlich vom Ort heißt der Arkenbrunnen. Die Jagst pflegt durchschnittlich einmal im Jahr den Wiesengrund zu überschwemmen, ohne übrigens erheblichen Schaden zu thun. Auf der Markung werden etwas Korn- und Tuffsteine gewonnen. Sand-, Kies- und Lehmgruben sind vorhanden.

Die Einwohner sind wohlgestaltet und mittelkräftig. Die häufigsten Krankheiten sind typhöse Leiden. Ein Mann in der Gemeinde zählt über 80 Jahre.

| Von der ländlichen Volkstracht haben sich nur bei einigen alten Frauen noch Hauben in der Form eines Zuckerhuts erhalten.

Der Nahrungsstand der Einwohner ist im Allgemeinen gut. Der größte Grundbesitz ist 60 Morgen, der mittlere Mann besitzt 30, die ärmere Klasse 2–12 Morgen.

Die Haupterwerbsmittel sind Feldbau, Viehzucht, Weinbau und Obstzucht.


Alterthümer: Altkrautheim scheint schon in altheidnischer Zeit ein religiöser Mittelpunkt gewesen zu sein. Dafür sprechen die beiden Namen Goldberg (Gold, das Sonnengold, ist das Götterblut s. auch W. F. 8, 142) und der Arkenbrunnen, der Gespensterbrunnen (von Ork, Nork s. v. a. Erdmännlein, s. Buck, Flurnamenbuch).


Altkrautheim, die ursprüngliche Niederlassung gegenüber von der aus dem 12. Jahrhundert stammenden Burg Krautheim, um welche sich das badische Städtchen Berg-Krautheim angesiedelt hat, und dem verhältnismäßig jungen Thalkrautheim, alt Crutheim, nach Förstemann eine von Kohlpflanzungen umgebene Ansiedlung, ist nunmehr sicher nicht der Ort im Jagesgau, an welchem Kloster Lorsch 771 2 jurnales von einem Nortmann geschenkt erhielt. Cod. Lauresh. 3, 126. Creizheim ist Ober-, Unter-Griesheim OA. Neckarsulm. Später war es im Besitz der Grafen von Rothenburg-Komburg (1096).

Von den Herren von Rothenburg-Komburg gelangte es wohl durch Erbschaft an die Herren von Mulfingen, wie H. Bauer vermuthet, welche sich nun auf dem steilen Berg über der Jagst den Burgsitz Krautheim erbauten.

Über die Herren von Krautheim s. unten. Die Erwerbung von Krautheim durch Gottfried von Hohenlohe 1239 hatte keinen längeren Bestand. Um 1254 finden sich die Grafen von Eberstein als Erben der Herren von Krautheim im Besitz der Herrschaft Krautheim. 1329 erwarb Mainz die eine Hälfte derselben von Hedwig von Eberstein, 1346 die andere Würzburg von Elisabeth von Eberstein, der Witwe Gottfrieds von Hohenlohe und deren Schwester Kunigunde. 1359 verkaufte Boppo von Eberstein sein Anrecht an Krautheim an Bischof Albrecht von Würzburg um 2000 fl. Mainz pflegte seinen Besitz in Krautheim gleich Würzburg öfters zu verpfänden oder auf Wiederlösung zu verkaufen| s. Reg. 1365. 1434 ff., erwarb aber 1389 auch den würzburgischen Antheil, welchen Bischof Gerhard zum Dank für Hilfe im Städtekrieg an Mainz abtrat. Schönh. S. 39, 112.

Durch Schenkung hatte Kloster Komburg von Graf Burkhard (1096) und Mechtild vom Stein (1090) ansehnlichen Besitz in Krautheim erhalten, aber denselben 1319 an Wilhelm von Aschhausen verkauft. Auch Schönthal besaß, s. Reg. 1359, 1375 und 1672, Zinse, Gülten und Güter in Krautheim. Vom Zehnten in Altkrautheim hatte Mainz 1/3, 2/3 war Limpurgisches Lehen, welches bis 1428 die Herren von Bachenstein, dann die Herren von Stetten trugen. Aus den Händen der letzteren kam 1/3 desselben an Valentin von Berlichingen auf Laibach 1581. Noch 1761 besaßen die Herren von Stetten 4/9 am Weinzehnten als Lehen der Krone Preußen, der Rechtsnachfolgerin der Schenken von Limpurg. Das Berlichingen’sche Drittel gelangte mit der Zeit an Herrn Tänzel von Tratzberg s. Meßbach. Eine Zeit lang hatten auch die Herren von Hettersdorf, Verwandte der Herren von Stetten Zehntrechte in Altkrautheim.

Centort für Altkrautheim war Ballenberg. Die Schönthaler Gefälle kamen 1803 an Württemberg, der Mainzer Besitz an den Grafen Salm-Reifferscheid-Bedburg, 1806 aber, was nördlich der Jagst liegt, unter badische, was südlich, unter württembergische Staatshoheit. 1827 erwarb Württemberg den Salm’schen Besitz in Altkrautheim vollständig.


Kirchliches Altkrautheim war ursprünglich die Mutterkirche für Berg-Krautheim, Thal-Krautheim, Klepsau, Gommersdorf, Horrenbach, Oberndorf (sämmtlich badisch) und Unter-Ginsbach. Otto von Eberstein schenkte (vor 1284) den Kirchsatz an den Johanniterorden, der fortan eine Kommende in Krautheim hatte. Nach der Tradition soll 1560 die Pest den größten Theil der Einwohner weggerafft haben, worauf der Kurfürst von Mainz den Pfarrfond aufhob und Berg-Krautheim zum Mutterort machte. Nach Neher, Personalkatalog der Diözese Rottenburg S. 75, geschah die Verlegung erst 1618, was aber nach den Kirchenbüchern von Stadt-Krautheim unrichtig ist. Doch war 1590 noch der gemeinschaftliche Gottesacker in Altkrautheim. Wahrscheinlicher noch hängt die Verlegung der Pfarrei mit der Errichtung eines Kapitels Krautheim an der Stelle des aufgelösten Kapitels Künzelsau zusammen. 1554/55 kaufte der Deutschorden die Pfarrei Krautheim mit allen andern Besitzungen des| Johanniterordens in der Umgegend. Der Deutschorden gab aber die Pfarrei 1667 für die Pfarrei Neckarsulm an Würzburg. 1678 erhielt Altkrautheim einen Kaplan, aber da er sich nicht ernähren konnte, gieng die Stelle 1680 wieder ein (Pfarrchronik von Stadt-Krautheim). Nach langen Klagen wurde das Frühmeßbeneficium von Thal-Krautheim 1693 nach Altkrautheim verlegt, 1810 eine Pfarrkaplanei und 1825 wieder eine selbstständige Pfarrei errichtet.

Die Kirche wurde 1322 erbaut, 1582 ein starker Umbau vorgenommen (Inschrift an der Kirche), 1747 stiftete Oberamtmann S. A. v. Maurach den ursprünglich in der Burgkapelle zu Krautheim befindlichen Altar als Nebenaltar in die hiesige Kirche. Die Gegenreformation wurde in der Pfarrei Krautheim mit schwerer Mühe durchgeführt. Pfarrer Knapp war verehlicht. Nach 1605 waren in der Pfarrei noch 120 Lutheraner, welche sich nach Neuenstetten hielten (Berg- und Thal-Krautheim 64, Altkrautheim 16, Oberndorf 28, Horrenbach 12). Auf Bericht nach Aschaffenburg gelang es dem Pfarrer und Amtmann, in den nächsten Jahren sämmtliche bis auf 5 (1616) zur Beichte zu bringen. Dagegen starb der über 80 Jahre alte Rathsherr und Heiligenpfleger Clemens Müller als Lutheraner am 9. Dez. 1618. (Kirchenbücher von Krautheim.)


Pfarrer: Mangold presbyter de Crutheim (s. a. 3 Id. Mai ob.) Nekrol. Zwifalt. Otto pleb. 1225 W. U. 3, 175. Nikolaus 1299. Reg. boic. 4, 699. Wolfelin 1319. W. F. 8, 283. Nikolaus 1426. 1438. W. F. 8, 277. Nikol. Heffner 1446. W. F. 8, 278 (vielleicht identisch mit dem vorhergehenden). Heinr. Beck 1491. W. F. 8, 284.

Pfarrer in Bergkrautheim: Konr. Reuter 1560 (Pfarrchron. das.) s. Ober-Ginsbach. Valentin Knapp v. Buchen von 1580–90. Peter Rippich 1590. Laur. Baumann 1596. Thom. Zierck 1603–14. Georg Mereiße 1620–31. D.Ord.Pr. Alb. Viggelius 1631–33. Joh. Ad. Kücher 1641–47. Peter Schelff, 1647–1668. Dekan 1661. Joh. Chr. Beckmann 1668. Dr. Joh. Seifert 1669. Seb. Faber 1679. Joh. Bernh. Becker 1683–1694.

Frühmesser: J. G. Bauerschubert 1693. J. V. Pfüll. J. M. Rauch. J. Casp. Agricola 1710. J. Christi. Eurich 1714. Aug. Haber 1730. Andreas Sartorius. Konr. Kettler 1741. J. B. Eisentraut 1748. Joh. Bayermann 1751. Jos. Kremer. 1754. Balth. Goldmajer 1791. Alb. Leo 1800. Michel Adam 1804–09. Franz Günther (Neher: Gantter) 1810–14. Pfarrer Alois. Klingenmajer 1826/36. Herbst Jos. 1839/63. Schneider Franz 1864.

Als Schulmeister zu Krautheim wird 1488 Peter N. genannt. Staatsarch.

| 771 und 1036 s. oben.

1090 Mechthild v. Stein gibt Güter zu Krautheim an Komburg. W. F. 1852, 62.

1225 Pfarrer Otto v. Crutheim vergleicht sich mit Abt Gottfried v. Schönthal wegen des Zehnten zu Gommersdorf. W. F. 3, 175, 183.

1239. Gottfried v. Hohenlohe kauft Castrum et utramque villam Crutheim von Konrad v. Krautheim. W. U. III, 430.

1265 verträgt sich Otto von Eberstein zu Krautheim mit Konrad von Krautheim und seiner Gemahlin wegen Erbansprüchen Hans. 1, 420.

1270 bestätigt zu Krautheim Otto von Eberstein und sein Sohn Otto eine Schenkung zu Schweigern an den Deutschorden zu Mergentheim. Unter den Zeugen Th. scultetus de Crutheim. Staatsarch.

1278. Beim Vertrag Kloster Schönthals mit Konrad Böshar über den Hof Stein bei Gommersdorf wird neben den milites et castrenses Wolfrads v. Eberstein, nemlich Konrad, Leitgast, Albert v. Aschhausen, Simon sen. v. Berlichingen, Heinrich, Vogt v. Entenberg (s. Crispenhofen), Sifrid, gen. Rühel, genannt: Rudiger gen. Schiffmann Schultheiß in Cr. und Berenger von Cr. Staatsarch. Kremer Chr.

1284 15. Juli verträgt sich Kl. Schönthal mit dem Johanniter-Commenthur zu Krautheim wegen des Neubruchzehnten zu Gommersdorf und auf den Höfen Stein, Zimmerbach und Windeberch, die zur Pfarrei Krautheim gehören. W. F. 8, 238.

1299 ff. klagt Nikolaus, Pfarrer zu Krautheim, Prokurator des Johanniterordens, gegen Otto v. Flügelau wegen Besitzstörung in der Pfarrei Krautheim. Reg. boic. 4, 699, 709.

1302. Beringer (v. Berlichingen?) Vogt in Krautheim, Heinrich sein Bruder, Rudiger Schiffmann und Hermann sein Sohn, Hartmann scultet. Zeugen. W. F. 8, 79.

1302 bestätigt Graf Heinrich v. Eberstein die Schenkung des Kirchsatzes zu Krautheim, welchen sein Vater Otto den Johannitern gegeben. W. F. 8, 283.

1304. Boppo v. Eberstein und seine Gemahlin Guta v. Wilenau bestätigen den Verkauf eines eigenen Mannes in Mergentheim, Konrad des Großen von Krautheim, den einst sein Vormund Heinrich v. Eberstein an das Deutsche Haus zu Mergentheim verkauft hatte. (Bauer.)

1319. Abt Konrad v. Komburg, Hermann v. Degenfeld, Prior und Convent zu Komburg, verkaufen Güter zu Erlenbach, Krautheim, beiden Ginsbach und Eberstal an Wilhelm v. Aschhausen ausgenommen ein Lehen, das Heinrich v. Eberstein zu Krautheim hat. Staatsarch.

1329. Hedwig, Wittwe Boppos von Eberstein, verkauft einen Theil von Stadt und Burg Krautheim um 1200 Pfd. an Balduin, Erzbischof v. Trier und Verweser von Mainz. Schönh. Krauth. 34.

1329. Hartmut von Cronenberg bestimmt, daß die Eigenleute und Landsiedeln der Herrschaft Krautheim nach Ballenberg zur Cent gehen sollen. Reg. boic. 6, 284.

1333. Balduin, Pfleger des Erzstifts Mainz, verleiht den Gebrüdern Berenger und Boppo v. Adlazheim die Amtmannsstelle zu Krautheim gegen eine Abgabe von 150 Pfd. jährlich. Reg. boic. 7, 40.

1346 31. Aug. Elsbeth, Wittwe Gottfrieds von Hohenlohe und ihre Schwester Kunne, Nonne zu Selgenthal, übergeben Bischof Albert| von Würzburg die Hälfte an Stadt und Burg Krautheim um 1100 Pfd. Mon. boic. Reg. 68, 82.

1359 14. Juni verkauft Boppo v. Eberstein mit Irmengard seiner Gemahlin und Johann seinem Bruder, Domherrn in Mainz, seinen Theil an Burg und Stadt Krautheim an Bischof Albrecht v. Würzburg um 2000 fl., ausgenommen die an Hans v. Berlichingen versetzten Gülten zu Sinelendorf und die an Schönthal versetzten Gülten zu Eberstal.

1359 14. Nov. vergleichen Kaspar v. Dörzbach, Ritter, und Konrad v. Sachsenflur, Edelknecht, einen Bürger zu Wimpfen mit dem Mönch Lutz in Schönthal wegen des Holzhusers Wiese in Krautheimer Markung. Staatsarch.

1360. Hans Rühel, Edelknecht zu Nieder-Krautheim verkauft seinen Hof, 6 Morgen Feld, 5 Morgen Weinberg und 1 Morgen, der an des v. Bebenburg Weinberg stößt, um 200 Pfd., an Schönthal. Schönh. 89. Hans Rühel cfr. Schönh. Schönth. S. 93 b. cfr. Sifrid 1278 und Otto Rühelin de Grünsfeld 1244. Zeitschr. f. Oberrh. 32, 230.

1362. Dietrich Geyer würzb. Amtmann zu Krautheim Reg. boic. 9, 59.

1365 löst Bischof Gerlach halb Krautheim von Stein von Riedern ein. Reg. boic. 9, 117.

1375 14. Juli verkauft Nese, Hans Rühels Schwestertochter, ihren Theil an dem Hof, der einst Rühels war, auf Krautheimer Markung an Schönthal um 9 Pfund. Staatsarch.

1380. Erkinger Hofwart Mainz. Amtmann. Staatsarch.

1382. Götz v. Aschausen und Anna v. Rheburg (?) geben dem heiligen Johannes und seiner Kirche zu Krauthen im Dorf 25 fl. auf einen Weinberg zu Unterginsbach, den Götz selbst baut. (Bauer.)

1386. Konrad v. Braunsberg, Meister des Johanniterordens in Deutschland, verpfändet die Zehnten und Gefälle des Ordens im Gericht zu Krautheim an Erzbischof Adolf v. Mainz. Oberrh. Zeitschr. 32, 229.

1387. Eberhard Hofwart und Hans sein Bruder erhalten vom Bischof von Würzburg seinen Theil an Krautheim für 2020 fl. als Pfand. Reg. boic. 10, 204.

1428. Sonntag nach Vinc. Petri verkauft Justina v. Seckendorf, Wittwe Eberharts von Bachenstein, den Zehnten zu Krautheim in Dorf und Dorfmark und am Berg 2 Theil, Limpurgisches Lehen, Weingarten, Wiesen, Acker und Garten, die sie und ihre Kinder zu Krautheim in der Stadt hat, an Herolt v. Stetten. Stett. Urk.

1434 verkauft Diether, Erzbischof von Mainz, Krautheim und Ballenberg um 10.000 fl. an Konrad v. Weinsberg (Öhr. Arch.), 1437 an Veit von Hehenriet, der sie seinem Vater Konrad überläßt. W F. 5, 230.

1446 belehnt Jörg v. Hohenheim, Joh. Kommenthur zu Mergentheim, Nikol. Heffner, Pfarrer zu Krautheim, mit dem Zehnten zu Klepsheim. W. F. 8, 278.

1461 28. Juli verkauft Erzbischof Diether von Mainz Krautheim und Ballenberg an Simon v. Stetten und Hans Lauginger um 8500 fl. W. F. 9, 439.

| 1473 vergleicht sich Schönthal mit Bürgermeister, Rath und Gemeinde zu Krautheim und Ballenberg wegen des Gommersdorfer Waldes. Bodmann, Manusc.

1479 hat Wilhelm v. Rechberg Krautheim im Besitz. W. F. 9, 439.

1488 verkauft Erzbischof Berthold v. Mainz Martin v. Adletzheim Ballenberg und Krautheim um 13.000 fl., welche Wilhelm von Rechberg als Pfand darauf stehen hat, und 1000 fl., die er drein verbaut hat. W. F. 9, 439.

1491/2. Heinrich Beck, Pfarrer in Krautheim, ein Johanniter, streitet mit Schönthal wegen des Opfers in der Kapelle zu Gommersdorf, welches ihm das Kloster verweigert. Er erhält 10 fl. Entschädigung. W. F. 8, 284.

1500. Freitag nach Georgii verkauft Götz v. Stetten an Simon v. Stetten seinen Zehnten zu alten Crautten und am Burgberg zu Crautten, nemlich 1/6, das er von Hans, Herolts Sohn von Stetten geerbt, um 85 fl. Stett. Urk.

1501. Freitag nach Mar. Magd. verkauft auch Kilian v. Stetten sein Sechstel an Simon um 55 fl. Stett. Urk.

1517 verkauft Wolfgang von Stetten seinen Theil am Zehnten zu Krautheim, den er von Kaspar von Stetten geerbt, um 50 fl. an die Vormünder von Simons v. Stetten Kinder.

1521 16. Dez. Heinz Müller und Elisabeth ux. zu alten Krauten in der Mühle stiften einen priesterlichen Tisch zu Krautheim und dotiren denselben mit 500 fl. von ihrer Mühle und Gütern. Zeitschr. f. d. Oberrh. 32, 229.

1523 25. Juni. Helene v. Frondsberg geb. Rechberg stiftet 20 fl. zur Ausbesserung der Pfarrkirche in Altkrautheim, 15 fl. an die Bruderschaft der Marienkapelle in Bergkrautheim. Zeitschr. f. Oberrh. 12, 9.

1525 24. Mai u. ff. lagern die Odenwälder Bauern in Krautheim. Oechsle.

1539. Der Deutschorden vertauscht das Deutschherren-Hölzlein zu Krautheim an die Gebrüder Hans und Wendel Schenkel v. Krautheim gegen deren Wäldchen in Wittstadt. Zeitschr. f. d. Oberrh. 32, 229.

1585 hat Valentin v. Berlichingen 1/3 des großen und kleinen Zehnten zu Altenkrautheim, Limpurger Lehen, welches er von Balthasar von Stetten erkauft hatte. Limp. Lehenbrief.

1593 5. Nov. erhalten Ludwig Casimir und Georg v. Stetten von Limpurg den Consens, ihren versetzten Zehnten zu Altkrautheim wieder zu lösen. ib.

1595 versetzt Ludwig Kasimir seinen Zehnten zu Altkrautheim wieder um 2000 fl., ib.

1633 10. Mai wird dem schwed. Obersten Nikol. Dietrich v. Sperreuter ein Kind in Krautheim getauft. Kirchenb. von Krautheim.

1640 28. Febr. kaiserliche und bayerische Artillerie in Krautheim.

1648 7. Juni. Krautheim und Umgegend 3 Tage von Kroaten besetzt. In die Stadt dürfen sie nicht, da die Bürger ernstlich sich wehren. Kirchenb.

1672 4. Jan. kauft Kloster Schönthal 28 Morgen Wiesen und eine Scheune, letztere zu Thalkrautheim. Schönthal. Jurisdict.

| 1745 23. Sept. bricht eine starke Diebsbande beim Schultheißen in Altkrautheim ein und schießt den Knecht, der sie vertreiben will, todt. (Rengersh. Kirchenb.)

1756 werden die Herren von Stetten von Brandenburg-Ansbach mit 4/9 am Weinzehnten zu Krautheim belehnt. Stett. Urk.

1791 bestätigt die bischöfliche Regierung die Stiftung eines Pfarrbeneficiums zu Krautheim im Thal durch Pfarrer Joh. Gerich zu Ellingen. Zeitschr. f. d. Oberrh. 32, 229.

In Würzburger Urkunden erscheint eine Curia Krautheim mit einer Kapelle, die aber ein Domherrenhof dort wie der Hof Lobenhausen und Weinsberg ist. Z. B. 1392. Bonifacius VIII. bestätigt Johann Mühlich die Vicaria des Altars zu St. Thomas und St. Katharina in der Kapelle des Hofes Krautheim. Reg. boic. 10, 309. Dorthin glaubt Bauer auch Arnold v. Krutheim verweisen zu sollen, der nicht des Geschlechts derer von Krautheim, sondern ein im Krautheimischen Domherrenhof residirender Kleriker sei (?).

Seinen Namen hat der Hof wohl von Gottfried von Krautheim. W. F. 6, 137.


Die Herren von Krautheim.

     a) Die Edelherren.

Wir folgen hier den Spuren H. Bauers, der das mit ungemeinem Fleiß gesammelte Material mit eindringendem Scharfsinn genealogisch zu verwerthen wußte, aber nicht dazu kam, seine Resultate zusammenzustellen. Doch bedarf es seinen Kombinationen gegenüber vorsichtiger Prüfung und Ergänzung aus den neuerschienenen Bänden der Monumenta boica.

H. Bauer hat sicher nachgewiesen, daß die Herren v. Krautheim nicht ursprünglich eines Stammes mit den Herren von Bocksberg sind. Denn Bocksberg kam an die Herren von Krautheim erst durch Adelheid von Bocksberg, die Gemahlin Wolfrads I. von Krautheim, worauf Wolfrads Sohn eine neue Linie der Herren von Bocksberg begründete. Da der Hauptkern der Besitzungen der Herren von Krautheim Hohbach mit seinen Filialen und Hermuthausen mit Umgebung, Ohrenbach und Steinbach war und im Centbezirk Jagstberg lag, so hat Bauers Vermuthung einer Abstammung dieser Herren von den Herren von Mulfingen-Jagstberg vieles für sich, zumal der älteste Herr von Krautheim denselben Namen trägt, wie einer der Herren von Mulfingen, Eberhard. Das Geschlecht der Herren von Krautheim erscheint erstmal c. 1160. Seitenzweige desselben sind außer der 2ten Linie von Bocksberg die späteren Edelherrn v. Lare (Lohr bei Crailsheim), beginnend mit Giso v. Lare 1221 W. F. 8, 191 und die Herren v. Klingenfels OA. Hall, beginnend mit Konrad v. Klingenfels 1222. W. F. 8, 468.

Als Wappen führten die Herren v. Krautheim den 12 mal quer getheilten Schild mit 6 silbernen und 6 schwarzen Streifen, von denen der oberste schwarz, der unterste weiß war. Hanselm. I, 299.

Ihr Hausbesitz kam durch Erbschaft an die Grafen von Eberstein und von diesen theilweise an die Grafen von Flügelau und Wertheim. Er erstreckte sich vom Odenwald bis nach Rieden im| Rosengarten bei Hall. Zu demselben gehörten Güter und Einkünfte im OA. Künzelsau: Altdorf 1245. Attenberg (abg.). Bieringen (1221). Bongarten (abg.) 1266. Braunsberg (abg.) 1265. Breitenthal (abg.). Bühlhof 1252. Dörrenzimmern 1266. Ebersthal 1245. 65. Eisenhutsrod 1252. Eschenhof 1266. Ginsbach 1252. Hermuthausen 1252. Heslachshof 1252. Hohebach 1252. Holderbach 1252. Jungholzhausen 1266. Lichteneck 1251. Lieboldsbronn (abg.) 1252. Marlach 1245. Ober-Kessach 1245. Ohrenbach 1252. Rewenthal (abg.). Remenweiler (abg.) 1252. Rieperg (abg.). Schönbrunn (abg.). Seidelklingen 1252. Sindeldorf 1245. Stachenhausen 1266. Steinbach 1252. Stralenberg (abg.) 1266. Vogelsang (abg.). Weldingsfelden (1310). Westernhausen 1265. Windisch-Hohbach (1310).

OA. Hall: Einkünfte vom Salzwerk in Hall 1266. Arnsdorf 1266. Gailenkirchen 1266. Gliemen 1266. Lindach 1266. Rieden 1266. Hörlebach (abg.) 1266.

OA. Öhringen: Belzhag 1266. Kirchensall 1266. Kubach 1266. Laurach 1266. Michelbach a. W. 1271. Stackenhofen (abg.) 1266. Steinbach a. d. Orn. 1266.

Im Großherzogthum Baden: Adelsheim 1239. Arnoldsfelden 1239. Ballenberg 1245. Bechstatt 1265. Bickenthal 1245. Bocksberg 1245. Bremen 1239. Buch 1239. Clepsau 1239. Epplingen 1245. Hirschlanden, Horrenbach, Neuenstetten 1245. Schillingsstadt 1245. Gissigheim 1245. Gommersdorf. Grevinwinden (Greffingen) 1245. Schwabhausen 1239. 1245. Schweigern 1239. 1245. Uiffingen 1245. Wanshoven 1245. Winzenhofen. Wellendorf 1245. Wittstadt (Ober- oder Unter-) 1245. Wölchingen 1235. 1245.

Eine Stiftung Konrads von Krautheim ist das von Hohebach (s. d.) nach Gnadenthal verlegte Cisterzienser-Frauenkloster, in welchem Konrad und sein Sohn Kraft ihre Grablege gefunden (die Grabinschrift s. Wib. 4, 34 und W. F. 1847, 42), und Konrads Tochter Kunigunde die erste Äbtissin gewesen sein dürfte. W. F. 9, 72.


1165. Ruothard de Crutheim Zeuge zu Handschuchsheim (bei Heidelberg) über eine Schenkung an das Kloster Lorsch.[ER 1] Cod. Lauresham. Gud. Sylloge 21. 24.

1169. Herold Bischof von Würzburg bezeugt, daß Sigeboto (nach Bauer von Frankenstein) auf ein von Eberhard von Crutheim (liberae conditionis) und seiner Gattin Wismuth (? von Bukele, Büchold, bair.) an das St. Stephanskloster zu Würzburg geschenktes Gut in Bonland bei Hammelburg, das er beansprucht hatte, verzichtet habe. Die Schenkung fällt früher und Eberhard könnte Ruothards Vater sein. W. F. 1853, 122.

1169 f. Gottfried von Krautheim cantor Mon. boic. 37, 93, später genannt als decanus, portenarius, scholasticus in Würzburg s. W. F. 1853, 123. 1171 W. U. II, 161. 1178 W. F. 6, 141.

1192. Wolfrad von Crutheim Zeuge in der Urkunde Bischof Heinrichs von Würzburg über Abschaffung des Meßpfennigs zu Reicholzheim. W. F. 6, 143. Mon. boic. 37, 148.

1200. 15. März mit Kaiser Philipp in Nürnberg. Mon. boic. 29, 493.

| 1200. W. v. Sweneburc, nach Bauer identisch mit Wolfrad von Crutheim. Aschbach 2, 23.

1209. Zeuge für Gerhard v. Rieneck. Reg. boic. 2, 41.

1213. Wolfrad v. Crutheim und seine Gattin Adelheid v. Bocksberg, Schwester Heinrichs v. Bocksberg, wohnen der Belehnung der Gattin Heinrichs, Agnes mit der Burg Trimberg und den Gütern zu Egersheim (Eiersheim bei Schweinburg), Burkheim (Osterburken), Beringen (Bieringen) und Senfeld durch Bischof Otto v. Würzburg bei. Salmannen Rupert v. Dürn, Kraft und Konrad v. Lobenhausen, Swicker v. Bukele. Mon. boic. 37, 190.

1221. Giso v. Lare verkauft sein Erbgut in Ussenkeim an das Kloster Bronnbach. Salmannen Heinrich v. Bocksberg, Konrad, Wolfrad und Kraft v. Krautheim. Mone Oberrh. 2, 304.

1222 30. Juni. Ballenberg. Konrad v. Krautheim verkauft die Hälfte der Burg Bieringen, welche er von seinem patruus Konrad v. Klingenfels gekauft, mit Zustimmung seiner Brüder Wolfrad und Kraft an Schönthal. W. U. 3, 137.

1223. Wolfrad v. Crutheim Zeuge bei der Schenkung des Patronats zu Hollenbach durch seinen Schwager Gottfried von Hohenlohe und dessen Gattin Richenza v. Krautheim an den Deutschorden und bei einer Schenkung Eberhards v. Hohenlohe. W. U. III, 146. 147.

1225 27. Mai. Die 3 Brüder Konrad, Wolfrad und Kraft vermitteln einen Vertrag zwischen Schönthal und dem Pfarrer v. Krautheim W. U. III, 174, zeugen bei der Schenkung der Herren v. Allfeld an Schönthal ib. 164.

1228. Konrad v. Krautheim Zeuge für Heinrich v. Bocksberg. W. U. III, 218.

1228. Der Streit über die Güter des Herrn von Ballenberg wird durch Gottfried von Hohenlohe und die Brüder von Krautheim geschlichtet. Der Abt von Bronnbach resignirt sie den Brüdern von Krautheim. Rudiger v. Ballenburc und seine Gattin Mechtilde dürfen sie lebenslang genießen. Mone Oberrh. 2, 308.

1229. Kraft v. Krautheim Zeuge für Siboto v. Jagesberg (Ebersberg). W. U. 3, 242.

? 1229/30. Konrad v. Crutheim, Abt zu Bronnbach. Bad. und Donauesch. Zeitschrift 2, 2.

1231. Bischof Hermann v. Würzburg belehnt statt des halben Zehnten zu Bieringen, den Kraft von Krautheim an Schönthal gegeben, mit einem Hof in Neuenstetten, W. U. III, 278, Zeugen seine beiden Brüder.

1231 und 1239. Rudiger v. Crutheim Can. in Würzburg. Mon. boic. 37, 341.

1232. Wolfrad v. Crutheim Zeuge für Gottfried v. Hohenlohe. W. F. 1850, 89.

1233. Konrad v. Crutheim Zeuge für Poppo v. Wertheim, seinen Verwandten. Aschbach 2, 28.

1234. Konrad von Crutheim sen. Zeuge beim Schiedsspruch Wilhelms v. Wimpfen über den Streit Kloster Schönthals mit Engelhard v. Berlichingen. W. U. III, 372.

1235. Wolfrad Zeuge beim Verkauf von Virnsberg an Burggraf Konrad v. Nürnberg, Mon. Zoll. 2, 1, wie beim Vertrag von| Hohenlohe mit Schüpf und Limpurg. Mon. boic. 30, 238. Hans. 1, 399. 400.

1236. Konrad von Crutheim der Verwandte der Herren v. Allfeld. W. U. III, 372.

1237 Aug. Wolfrad v. Crutheim bei Kaiser Friedrich II. in Weilheim, Mon. Zoll. 2, Nr. 28 und in Briderichingen ib. Nr. 39.

1238. Wolfrad und Kraft v. Sweneburg Zeugen in einer Urkunde Bischof Hermanns v. Würzburg, Dörlesberg betreffend, nach dem Siegel Kraft v. Crutheim. Mone 9, S. 313.

1238. Konrad v. Crutheim verkauft 2 mansos an die Kirche in Hohebach. Wib. 2, 42.

1239. Konrad v. Krautheim verkauft für 1000 M. an Gottfried v. Hohenlohe die Burg Krautheim, seinen Besitz in utraque villa Crutheim, außer einer Wiese gegen Cleppesheim, die Vogtei und allen Besitz in Ginnesbach, den Hof Windeberg, Burg Bocksberg, Schwabhausen, Wanshofen, Wölchingen, Schweigern, die Vogtei zu Buch, Bremen, Arnoldsfelden sammt den Rechten auf den Gütern des Klosters Schönrein. Dazu gibt Konrad alle seine ritterlichen Dienstleute, sein Fischwasser und Weinberge in Krautheim und Schweigern. Über die Güter in Alostheim (Adelsheim) und Sall behält sich Konrad freie Verfügung vor, verspricht aber, Sindeldorf nur an Gottfried zu verkaufen. Unter den Zeugen steht voran Kraft v. Sweneburg, also Konrads Bruder, s. Reg. 1238.

1239 Nov. Kraft bei Konrad IV. zu Hall. Böhmer Reg. S. 258.

1240 Mai. Kraft Schiedsrichter zwischen dem Bischof von Würzburg und den Grafen v. Henneberg, Henneb. Urkb. 1, 21, im August bei Kaiser Konrad IV. zu Biberach und Überlingen, Böhmer Reg. 259 und als Kraft v. Bocksberg zu Nürnberg. Mon. boic. 30, 279.

1242 Juli 27. Kraft v. Bocksberg und Wolfrad v. Krautheim bei Konrad IV. im Lager bei Worms. Böhmer Reg. 263.

1243. Das von Konrad v. Krautheim und seiner Gemahlin Kunigunde zu Hohebach gestiftete Frauenkloster wird vom Bischof zu Würzburg bestätigt. Ussermann, Wirceb. episc. c. d. 60. Konrad schenkte demselben Güter in Kirchensall und Hohebach und den Kirchsatz zu Hohebach. Wib. 2, 44.

1243. Kraft v. Bocksberg genehmigt den Verkauf von Lehensgütern zu Bieringen durch Herold und Alb. v. Neuenstein an Schönthal. Gegeben zu Schweinburg. Staatsarch.

1245 15. Mai. Kraft v. Bocksberg vermacht für den Fall seines Todes sororio suo Gottfried v. Hohenlohe die Burg Bocksberg, Wanshofen. Güter in Wölchingen, Uffingen, Schillingstadt, Wittstadt, Ballenberg, Zimmern, Grevinwinden (Greffingen), Kessach, Neuenstetten, Horrenbach, Schweigern, Schwabhausen und Epplingen, Hans. 1, 405, und am 17. Mai verkauft er mit Zustimmung seiner Gattin und Erben an seinen Bruder Wolfrad außer den von seinem patruus Konrad von Klingenfels erkauften Eigenleuten all seinen Besitz und Mannen, nemlich in Sindeldorf (Wib. Kuldorf falsche Lesung für Siundeldorf), Ebersthal, Altdorf, Marlach, Klepsheim, Pichinthal, Murrenbrunnen, Ballenberg, Wittstadt, Wellendorf und den Zehnten in Zimmern und den benachbarten Orten. Unter den Bürgen sein Bruder Kraft von Bocksberg und sein Oheim (patruus) Kraft von Lare. Wib. 2, 50.

| 1246 23. Jan. Kraft v. Bocksberg Rath Konrads IV., mit ihm in Speier, Böhmer Reg. 245, und 29. Aug. in Augsburg sammt seinem Bruder Wolfrad. Böhmer 266.

1246 Sept. eignet Bischof Hermann v. Würzburg dem Kloster Schönthal einen Lehenshof zu Bieringen, welchen Kraft v. Bocksberg von ihm zu Lehen hatte, von diesem aber Konrad v. Rosserieth. Staatsarch.

1248 tritt Kraft v. Bocksberg gegen 150 Silber in den Dienst Wilhelms von Holland, Reg. boic. 399 und ist 1249 bei demselben. Mon. germ 4, 365.

1249 7. Sept. verzichtet Kraft gegen die Johanniter zu Hall auf 61/2 Morgen Weinberge in Ingelfingen. (B.)

1251. Kraft vergleicht sich mit dem Kloster Komburg wegen der auf Komburgischem Grund und Boden erbauten Burg Lichteneck bei Ingelfingen, Staatsarch., siegelt das Testament Konrads v. Dürne. W. F. 1847, 21.

1252. Otto v. Eberstein und seine Gattin Beatrix, Tochter Wolfrads v. Krautheim, schließen einen Erbvergleich mit Konrad von Krautheim dem älteren, Zeuge Kraft v. Bocksberg. Acta acad. pal. II, 284.

1252 1. Mai zeugen für Gottfried v. Hohenlohe seine sororii Konrad v. Krautheim, Kraft v. Bocksberg und Kraft v. Lare. Wib. 4, 14.

1252. Konrad v. Düren gibt Kraft v. Bocksberg für einen Hof in Stetten 2 praedia daselbst. Reg. boic. 3, 23.

1252. Konrad v. Krautheim und seine Gemahlin Kunigunde vermachen dem Kloster Gnadenthal Güter in Westernhausen, Ginsbach, Remenweiler, Eisenhutsrod, Lieboldsbronnen, Heselech, Ryperg, Klingen (Seidel-), Bühelen (Bühlhof), Hermutehusen, Holderbach, Steinbach, Orenbach, Buch, Clepsheim und Salz in Hallis super. Wib. 2, 57.

1252. Adelheid, Tochter Wolfrads v. Krautheim, Nonne zu Himmelspforten, wird Äbtissin in Lichtenthal bis 1257. Mone Oberrh. 9, 45. 6, 464.

1253. Gottfried v. Hohenlohe gibt durch Vermittlung Konrads v. Krautheim 1/3 des Zehnten zu Bieringen, würzburger Lehen, an Schönthal. Wib. 3, 42.

1253 hat Konrad v. Krautheim den Zehnten zu Adelsheim an Gnadenthal verschenkt. Wib. 2, 58.

1253 24. Dez. Konrad v. Krautheim bestimmt, daß nach seinem Tod dem Schenken von Limpurg die Güter wieder zurückgegeben werden sollen, welche dessen Vater ihm und Gottfried v. Hohenlohe als Schadenersatz hatte einräumen müssen. Stäl. 2, 265.

1254 13. März. Otto v. Eberstein thut kund, daß sein Oheim Konrad sich mit seinem Ministerialen Engelhard v. Hohebach vertragen habe. Siegler Kraft v. Bocksberg. Wib. 2, 61.

1257 21. Nov. Nach einem Schreiben Bischof Irings v. Würzburg hat Konrad v. Krautheim würzburgische Lehenszehnten an Gnadenthal geschenkt und dafür andere Güter zu Lehen aufgetragen. Wib. 2, 63, 132.

1260 1. April gibt Konrad v. Krautheim den Zehnten zu Hirschlanden an Schönthal mit Einwilligung des Lehensherrn Bischof Irings v. Würzburg. Wib. 4, 39.

| 1260. Kraft v. Bocksberg Zeuge in einem Vertrag der Grafen v. Rieneck mit Mainz (Bauer).

1265 13. Nov. Konrad v. Krautheim setzt fest, was nach seinem Tod an Otto v. Eberstein und dessen Gemahlin, seine Nichte Beatrix, fallen soll von seinen Gütern. Hans. 1, 420.

1266 14. Nov. Konrad von Krautheim vermacht seiner Gemahlin Kunigunde Güter, welche nach ihrem Tod an das Kloster Gnadenthal kommen sollen. Unter den Zeugen sein Sohn Kraft, ein Deutschherr, und seine Tochter Kunigunde. Wib. 2, 75.

1266 wohnt Konrad in Gnadenthal. Hans. 1, 420.

1266 in der Schlacht bei Kitzingen gegen die Grafen von Henneberg fielen Edle und Domherren, darunter ein Graf v. Wertheim, Edle von Lauterberg, Krautheim, Warberg. Fries, Chron. v. Würzb. 575 ff. Wirklich ist 1267 Arnold v. Krautheim todt. F. v. Bocksberg, Krafts Sohn, wird zum Domherrn aufgenommen. Mon. boic. 37, 433.

1267 1. Septbr. Konrad v. Krautheim ist mit seinem Sohn Kraft in Gnadenthal begraben. Wib. 4, 35. W. Fr. Neue Folge 1, 38.

1268. Kraft v. Krautheim Deutschordenskommendator in Mergentheim. Stäl. 2, 753. W. F. 6, 267. 1288–94 in Heilbronn.

1268. Kraft v. Bocksberg gibt von seinen mit Agnes v. Veldenz erheirateten Gütern in Grewilere, Hohenhelden, Niwenburg ab an den Ritter Balduin und seinen Sohn B. genannt Bisch von Landesburg Acta pal. 2, 285.

1269. Hildebrand von Sawensheim verkauft seine Güter in Stuppach und Reisfeld und seine Burg in Mergentheim an Bischof Kraft v. Krautheim, Kommenthur in Mergentheim. Staatsarch.

1271. Konrad v. Bocksberg und seine Brüder Kraft und Gerhard, Kanoniker in Würzburg, und ihre Schwester Adelheid (1300 Äbtissin in Schäftersheim, Wib. 1, 47; 2, 227. 343), die Kinder Krafts von Bocksberg und Agnes von Veldenz verkaufen die ihrem Vater verschriebenen 25 Pfd. auf dem Hof Konken für 100 Pfd. an Graf Heinrich von Veldenz. Acta pal. II, 303.

1278 2. Mai entsagt Gottfried v. Hohenlohe seinem Recht auf die Besitzungen der Johanniter zu Reichartsrode gegen seinen avunculus Heinrich v. Bocksberg, Meister des Ordens in Deutschland. Hans. 1, 423.

1281. Der Johanniterkommenthur verspricht der Kirche in Würzburg, von den von Kraft, Gerhard und Rupert v. Bocksberg erkauften Gütern in Wölchingen jährliche Gült zu geben. Mon. boic. 37, 528. Reg. boic. 4, 135.

1281. Kraft v. Hohenlohe verspricht, für Kraft, Gerhard und Konrad v. Bocksberg Einkünfte an die Kirche in Würzburg zu geben. Mon. boic. 37, 542.

1285. Hermann von Crutheim vicarius majoris ecclesisae in Würzburg. Mon. boic. 37, 568.

1287 1. und 2. Jan. Kraft v. Hohenlohe, Vormund des jungen Konrad v. Bocksberg, gibt Bischof Berthold sein Schloß Lichteneck zum Pfand, bis sein Mündel die Burg Schweinburg dem Bischof zu Lehen geben kann, zum Ersatz für die von Kraft und seinen Brüdern Gerhard und Kraft an die Johanniter gegebene Burg Bocksberg. Zeuge frater Konrad v. Krautheim. Mon. boic. 37, 586.

| 1287 8. Jan. Gerhard und Konrad v. Bocksberg, in extremis positi, vermachen der Kirche zu Würzburg 4 Malter Weizen und 6 Pfd. Heller. Zeuge Konrad v. Krautheim. Mon. boic. 37, 589.

s. a. Konrad v. Bocksberg siegelt für Heinrich Steheler. Mone, Zeitschr. Oberrh. 9, 319.

1288. Bruder Kraft v. Krautheim Deutschordenskommenthur in Heilbronn. Jäger, Heilbr. 1, 122.

1292 5. März. Kraft v. Hohenlohe eignet mit Willen seines avunculus Rupert v. Bocksberg dem Kloster Schönthal den halben Zehnten zu Ober-Kessach. Staatsarch.

1293 willigt auch Konrad v. Bocksberg ein. Zeuge frater Kraft v. Bocksberg, ord. frat. praedicatorum sein Vatersbruder und Kraft v. Hohenlohe sein Mutterbruder. Staatsarch.

1297 30. Okt. Konrad v. Bocksberg verkauft seine Mühle in Schweigern für 100 Pfd. an Schönthal. Sig. Kraft v. Hohenlohe und sein Schwiegervater Graf Rud. v. Wertheim. Staatsarch.

1298. Konrad v. Bocksberg gibt dem Deutschorden in Mergentheim seine Güter in Schwabhausen (ex materna successione) und erhält dafür den Deutschordenshof in Schillingstatt. Staatsarch.

1298. Kloster Bronnbach kauft von Konrad v. Bocksberg einen Hof in Wölchingen um 108 Pfd. Baden und Donauesch. 2, 2.

1298. Konrad v. Crutheim, Pfarrer zu Affaltrach und Johanniter. W. F. 9, 16.

1299. Hermann v. Crutheim, Kleriker in Würzburg, macht eine Stiftung nach Westernhausen. Testamentsvollstrecker ist Heinr. v. Crutheim, Vikar in Würzburg. Mon. boic. 38, 227.

1299. Konrad v. Bocksberg verkauft an Hermann Lesch, Deutschordenskommenthur in Mergentheim, alle seine Güter, Gülten, Zinse, Gerechtigkeit in Uffingen, Schillingstatt, Neuenstetten, Epplingen, Bobstatt um 30 Pfd. Staatsarch.

1300. Konrad v. Bocksberg eignet dem Kloster Schönthal den von Diether v. Nagelsberg erkauften 1/2 Zehnten zu Berlichingen. Staatsarch.

1301. Kraft v. Bocksberg, Dominikaner, Zeuge für Bischof Mangold. Mon. boic. 38, 264.

1301 19. April. Graf Rudolf v. Wertheim, Konrad v. Bocksberg, sein Schwiegersohn, Kunigunde, Rudolfs Gattin, und ihre gleichnamige Tochter, Konrads Gattin, aber noch unmündig, verkaufen an Bronnbach Güter in Wigerstetten etc. Aschbach II, 61 f.

1301. Bischof Mangold belehnt Kunigunde, Konrads v. Bocksberg Gemahlin, mit dem Schloß Schweinberg, auf dem sie 600 M. Morgengabe erhalten. Mone 9, 314.

1301. Konrad v. Bocksberg verkauft Konrad den Schmid zu Schwabhausen an den Deutschorden. Staatsarch.

1302. Heinrich v. Crutheim praebendarius in Würzburg. Reg. boic. 5, 33.

1302. Das Kapitel zu Würzburg verkauft den Hof Ingelstatt, welchen Arnold v. Krautheim, Dekan zu Würzburg, vermacht hatte, an den Kaplan in dem sacellum der curia Crutheim (in Würzburg). Reg. boic. 5, 23.

| 1303. Boppo v. Eberstein verzichtet auf den Nachlaß der Äbtissin Kunigunde v. Krautheim zu Gnadenthal. W. F. 9, 45.

1304, Konrad v. Bocksberg trägt Burg und Stadt Wertheim für die Kinder Rudolfs von Wertheim zu Lehen. Aschb. 2, 72.

1310. Heinrich v. Crutheim, Vikar in Würzburg, macht zum Andenken seiner Mutter Guta eine Stiftung. Mon. boic. 38, 466.

1310. Konrad v. Bocksberg verkauft Güter in Sunderrit an das Kloster Bronnbach. Aschbach II, 67.

1311. Konrad v. Bocksberg und Konrad v. Hohenlohe gestatten ihrer Schwiegermutter, über die Einkünfte des Hofes Steinenfurt frei zu verfügen. Anzeiger f. d. Kunde der deutschen Vorzeit 1857, 206.

1313. Konrad v. Bocksberg bittet als Kammermeister des Stifts Würzburg den Bischof, das Kämmereramt mit sammt der Burg Schweinberg an die Grafen Rudolf sen. und jun. von Wertheim zu übergeben. Aschb. II, 380, 1, 369.

1317. Konrad v. Bocksberg gibt das Patronat zu Westernhausen an Reinhart v. Hartheim (Urk. v. 1327 26. Juli). Mon. boic. 39, 325.

     b) Die Ministerialen.

Vom Anfang des 13. Jahrhunderts findet sich eine Reihe ritterlicher Dienstmannen, welche verschiedenen Familien angehören. Die ersten derselben scheinen zur Familie der Herren von Aschhausen und Azmistatt zu gehören s. Schönhuth, Krautheim S. 75.

In der Mitte des 14. Jahrhunderts ist eine Familie zu Krautheim angesessen, welche den Hirschkopf mit starkem Doppelgeweih im Wappen führen, wohl das Wappen der Pfahle cfr. Reg. 1331 und W. F. 5, 464. Vielleicht gehören zu ihnen auch die Rühel in Niederkrautheim. Reg. 1360 und 1372 oben. Gegen Ende des 14. Jahrhunderts treten die Seumen v. Krautheim auf. Zu beachten ist, daß ein Dorf Krautheim zwischen Buttelstädt und Schloß Vippach in Sachsen-Weimar liegt. Dorthin gehört wohl Bernhard v. Crutheim, nach Bauer Dienstmann des Burggrafen Theoderich v. Kirchberg bei Jena. W. F. 1850, 3. Ein zweites Krautheim liegt zwischen Volkach und Geroltzhofen unweit des Maines. Dorthin dürfte der Abt Kraft v. Schwarzach gehören. Reg. 1374.

1216. Bernhard v. Krautheim. Menken, Script. rer. germ. 1, 679.

1222. Wolprand, Ramung und sein Bruder Konrad v. Krautheim Zeugen für den Edelherrn Konrad v. Krautheim. W. U. III, 138.

1225. Wolprand Zeuge mit seinen Herren, den 3 Brüdern von Krautheim. W. U. III, 164.

1225. Ramung sen. und jun., Dietmar v. Krautheim Zeugen für die 3 Brüder v. Krautheim. W. U. III, 174.

1245. Albert genannt Vulpes Zeuge Konrads v. Krautheim. Wib. II, 52.

1251. Volpis von Krautheim (nicht W.) Zeuge beim Vertrag über Lichteneck. Wib. 4, 12.

1278. Beringer von Kraulheim miles und castellanus Wolfrads von Eberstein. Staatsarch.

1291. Konrad, genannt Krautheimer, Zeuge neben Ulrich von Dürne. W. F. 1847, 24.

| 1302. Beringer, Vogt in Krautheim. Staatsarch., cfr. W. F. 6, 85. (Wohl v. Berlichingen.)

1306. 26. 46. Heinrich v. Krautheim Zeuge für Boppo v. Eberstein. Wib. 2, 253. 4, 37. 3, 60.

1328. Konrad, procurator des Abts und Klosters Schönthal (hat das Rad und den Hirschkopf). Bauer.

1328 4. Okt. stiftet Sifried v. Crutheim ein Vikariat am Hochaltar St. Kilians zu Würzburg und übergibt es Bertold dem Sohn seines Bruders Konrad. Mon. boic. 39, 348.

1329. Konrad dictus Crutheim Zeuge für Elisabeth v. Tungersheim. Reg. boic. 6, 313.

1331. Heinrich Pfahle v. Krautheim verkauft dem Deutschorden Güter zu Schweigern um 96 Pfd. (Bauer.)

Heinrich v. Krautheim miles und seine Gattin Guta, † 23. Mai, im Mergentheimer Nekrolog. W. F. 5, 398.

1339. Simon v. Krautheim Pfarrer in Gerlachsheim. Zeitschr. für den Oberrh. 18, 309.

1342 s. 6. a. Palm. Heinrich v. Dürnwangen, Landrichter von Rothenburg, befiehlt Johann Rühel, Edelknecht in Krautheim, das Kloster Schönthal im Besitz des Wasens zwischen Krautheim und Gommersdorf nicht zu irren. Kremer, Chron. 711.

1343. Kraft v. Krautheim kauft ein Gut zu Grub (bei Schillingsfürst?) von Kraft Giel. Reg. boic. 7, 359. Zeuge für Kraft v. Hohenlohe Reg. boic. 7, 366. 1344 Wib. 4, 26. 1345 Reg. boic. 8, 49.

1346. Heinrich v. Dörzbach genannt v. Krautheim und seine Gattin Katharine verkaufen an Hein. Wernizer v. Rotenburg einen Hof zu Höttingen (bayr.) und ihre Gülten zu Sigmeringen (Simmringen OA. Mergentheim). Staatsarch. 1348. Diener Krafts von Hohenlohe.

1350. Heinrich Horant v. Grünsfeld und Juta ux. verkaufen ihren Bauhof zu Krautheim an Bischof Albrecht von Würzburg. Mon. boic. 41, 469.

1352. Sibot Krautheim Bürger in Weinsberg. Kremer, Chron. 838.

1355. Mittwoch vor St. Laurenz verkaufen Kraft v. Krautheim und Anna Leschin, seine ehliche Hausfrau, ihren Hof zu Ansbach (Klein-Ansbach OA. Gerabronn) und Grub an die Meisterin und Konvent zu Sulz (bei Schillingsfürst) um 130 Pfd. Mittelfr. Jahresbericht 15, 84.

1357. Guta v. Krautheim hat einen Weinberg zu Bretzfeld, Kraft v. Krautheim eine Kelter zu Nagelsberg. Hoh. Gültbuch.

1358. Diegel v. Krautheim verkauft seinen Besitz zu Waldenburg an Gnadenthal. W. F. 9, 54.

1359 verträgt Kraft v. Krautheim Zürch v. Gabelstein mit Gnadenthal. Wib. 2, 207. Seine Gattin war Anna, Witwe Konrad Löschs. Wib. 3, 60. Sein Stiefsohn Eberhard Lösch. Schönhut, Schönth. 91.

1360 s. Ober-Ginsbach.

1361. Erkinger v. Krautheim Edelknecht. (Bauer.)

1370 in Klepsheim. Schönthaler Chron. von Kremer. 1383 Wib. 4, 37.

| 1372. Volko Sume und sein Bruder Kraft im Streit mit Schönthal wegen Unterthanen und einer Gült zu Neuenstetten. Schönhut, Schönthal 92b. Staatsarch.

1372. Hein. Sum Bürger zu Widdern. OA.Beschr. Neckars. 670.

1374. Kraft v. Krautheim Abt zu Schwarzach. Fries, Chron. v. Würzburg 680.

1377. Völklin, Wib. 4, 37, fällt bei Reutlingen. Kremer, Schönthaler Chron.

1385. Seiz Seume und Hedwig v. Veinau verkaufen eine Wiese zu Forst OA. Gerabronn. Hornb. Lagerb.

1412. Volk Seume v. Krauthen Edelknecht. (Bauer.)

1413. Volk Sume v. Krautheim zeugt über die Rechte des Klosters Amorbach in Glashofen. Amorb. Kop.

1415 zeugt ebenso über Otterbuch, ib.

1430. Dietrich Seume und Heinz Seume v. Krautheim Vettern erhalten vom Abt zu Amorbach den Fronhof zu Zell (Kirchzell). ib.

14.. Hans Glaser v. Krautheim sagt Heilbronn ab. Jäger, Heilbr. 1, 214.

1450. Dietrich Seume v. Krautheim verkauft 1/3 des Zehntens zu Tiefenbach OA. Neckarsulm an Kloster Amorbach. Amorb. Kop. OA.Beschr. Neckars. 652.



Errata
  1. S. 340 Z. 17 v. u. lies: Lorsch. Siehe Berichtigungen und Ergänzungen, Seite 904.


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