„Die ‚Gartenlaube‘ und der deutsche Lehrerstand“

Textdaten
<<< >>>
Autor: Die Redaktion
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: „Die ‚Gartenlaube‘ und der deutsche Lehrerstand“
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 26, S. 436
Herausgeber: Ernst Ziel
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1882
Verlag: Verlag von Ernst Keil
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung: Reaktion auf Die „Gartenlaube“ und der deutsche Lehrerstand, wo sich die Redaktion gegen Kritik wehrte, einen Roman von Victor Blüthgen veröffentlicht zu haben
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite


[436] „Die ‚Gartenlaube‘ und der deutsche Lehrerstand.“ Wir freuen uns, schon heute laut aussprechen zu können, was wir bei der Veröffentlichung des Artikels mit der obigen Ueberschrift in Nr. 23 wohl glaubten denken zu dürfen: wir wissen nun, daß durchaus nicht der ganze deutsche Lehrerstand, wie allerdings die betreffenden Zeitungen behauptet hatten, sondern nur ein Bruchtheil desselben hinter jenem Angriffe gestanden. Es sind in den wenigen Tagen seit dem Erscheinen unserer Erwiderung auf die Angriffe der dort berührten Lehrer-Zeitungen so viele und so herzliche Briefe ans der Lehrerwelt, und zwar aus den verschiedensten Theilen unseres Vaterlandes, bei uns eingetroffen, daß wir nicht umhin können, schon heute dafür öffentlich unsern Dank darzubringen. Leider dürfen wir uns nicht gestatten, von diesen Einsendungen vollen öffentlichen Gebrauch zu machen, aber zu verschweigen brauchen wir ebenso wenig, daß in allen sich ernste Entrüstung über das Gebahren jener Ueberempfindlichen äußert, die als „ein Gegenstand der Verwunderung aller Vorurtheilsfreien“ bezeichnet werden. Man findet die Annahme, daß der Schulmeister im „Friedensstörer“ eine Verleumdung des deutschen Lehrerstandes und eine Schädigung der Volksbildung sei, noch weit komischer, als den Schulmeister selbst, und sagt mit würdiger Beachtung der Lage: „Gerade heutzutage, wo der Ultramontanismus so stolz das Haupt erhebt und mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln die schönen Errungenschaften auf dem Gebiete der Volksschule wieder zu vernichten sucht, ist es doppelt verwerflich, die beste und thatkräftigste Vorkämpferin auf diesem Gebiete durch nichtssagende Anschuldigungen zu verunglimpfen, und kann Solches dem Lehrerstand keine Ehre machen.“ – Und wenn wieder ein Anderer den Wunsch ausspricht: „die geehrte Redaction wolle auch fernerhin ihre so hochgeschätzten Sympathien dem deutschen Lehrerstand zuwenden“ – so haben wir daraus nichts zu erwidern als: „Es bleibt beim Alten!“
D. Red.