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Vierte Scene.
Knöpfle allein.
Knöpfle.

Daß di ’s Moisle beiß! Was ischt jetzt des für a saubere G’schicht! I werd auf die Prob geschtellt! Und ’s isch ganz finschter ringsom, wie in an Habersäckle. O du liebs Herrgöttle von Biberach, verlaß mi nit.

(Es donnert.)

Jetzt kracht’s schon! – O, i armselige Schneiderseel’; jetzt kommt mei letzt’s Sterbschtündle!

(Es donnert wieder, und ein gedecktes Tischlein mit Speisen und Wein kommt von unten, wo das nicht sein kann, von der Seite herein; auf demselben steht ein brennendes Licht.)
(Wie es stärker donnerte, ist Knöpfle zu Boden gefallen vor Schrecken. Nach einer Pause richtet er sich langsam auf und schaut um sich.)

Hat’s nit eig’schlage? Noi wärli nit! Aber was isch denn da? A Tischle, und auf dem Tischle a Tüchle, und auf dem Tüchle a Tellerle, und auf dem Tellerle die beschte Sache, und a Fläschle Wei und a hoimlichs Lichtle in der grausame Finschterniß! Noi, i muß sage, wenn der Zauberer solche Sache macht, da ischt er nit gar so arg fürchtig. Was wohl in dem Schüssele sei’ mag, und was des für a Weinle sei wird? I woiß nit, i spür auf oinmal a mörderisch Dürschtle und Hüngerle; mir is so appetitlich z’ Muth, wie em deutsche Schulbüble, wenn’s aus der Schul hoikomme thut! I moinet, i probir’s. Aber halt! Am End isch des die Prob! Hat er nit g’sagt, i muß a Prob beschtehe? So a Esse schteha sehe, und so a Weinle, und nix dergleiche thun; des wär schon a Pröble. Halt, Knöpfle, jetzt hoißt’s schlau sein! A hungerigs Schneiderle bleibe, oder a Krötle werde, des ischt jetzt die Frag! A Krötle ischt zwar a garschtigs Thierle, aber im Grund g’nomme hat’s es doch besser, als a hungerigs

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Franz Bonn: Der verzauberte Frosch. Breitkopf und Härtel, Leipzig [ca. 1875], Seite 9. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Bonn_Der_verzauberte_Frosch.djvu/13&oldid=- (Version vom 31.7.2018)